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110/2013 - 27.06.2013 Erster Christopher Street Day-Empfang im Landtag von Baden-Württemberg

Brigitte Lösch: Die Bekämpfung von Diskriminierung bleibt eine Daueraufgabe von Politik und Gesellschaft

Stuttgart. Der Landtag von Baden-Württemberg hat am Donnerstag, 27. Juni 2013, zum Empfang anlässlich des Christopher Street Days eingeladen. „Wir wollen die Menschen würdigen, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte und gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und Intersexuellen einsetzen“, betonte Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) bei der Begrüßung der rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Landtag. „Die Bekämpfung und Ächtung von Diskriminierung sowie von Homo- und Transphobie ist und bleibt eine Daueraufgabe von Politik und Gesellschaft.“

Der Christopher Street Day sei zu einem Symbol geworden. „Er ist ein Gedenktag, ein Festtag und eine Demonstration, um auf die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und Intersexuellen (LSBTTI) aufmerksam zu machen“, erläuterte Lösch. 1972 habe es den ersten CSD in Deutschland gegeben. Damit sei in vielen Städten Deutschlands der Grundstein der schwul-lesbischen Bewegung gelegt worden.

„Nur eine gleichberechtigte Vielfalt sexueller Identitäten führt eben auch zur Akzeptanz“, machte Lösch deutlich. Seit über vier Jahrzehnten kämpften Lesben und Schwule gegen Diskriminierung, Vorurteile und Entwürdigung sowie für Akzeptanz und Gleichstellung. „Auch in Baden-Württemberg engagieren sich tausende Menschen in verschiedenen Organisationen, Initiativen und Gruppen und die allermeisten von ihnen ehrenamtlich“, so die Landtagsvizepräsidentin, die allen für ihren Einsatz dankte. „Trotz aller gesetzlichen und gesellschaftlichen Fortschritte gibt es eben noch keine selbstverständliche Normalität für Lesben, Schwule, Trans- und Intersexuelle. Deswegen ist es auch 2013 eine klare Sache, zum Christopher Street Day auf die Straße zu gehen und für gleiche Rechte zu demonstrieren“.

Bei der rechtlichen und gesellschaftlichen Anerkennung habe es Verbesserungen gegeben, in Baden-Württemberg sei hinsichtlich der Akzeptanz und Gleichstellung sexueller Vielfalt in den letzten beiden Jahren viel getan worden. „Baden-Württemberg ist das vierte Bundesland, das einen Aktionsplan für Toleranz und Gleichstellung auf den Weg gebracht hat“, freute sich Lösch. Der landesweite Aktionsplan sei ein wichtiges Instrument, um eine vorurteilsfreie Teilhabe und sichtbare Wertschätzung von Menschen aus der LSBTTI-Community in der Gesellschaft zu fördern. Lösch lobte die Gründung des landesweiten Netzwerks LSBTTIQ, in dem sich 60 Organisationen und Vereine zusammengeschlossen haben, als einen wichtigen Schritt zur Sichtbarmachung der Community und als wichtigen Ansprechpartner für die Politik.

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