07. Oktober 2026

„Wir verurteilen Terror und Antisemitismus in all seinen Facetten – egal woher er kommt“

Zu Beginn der heutigen Plenarsitzung erinnert Landtagspräsident Thomas Strobl an den Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 und gedenkt der Opfer.

„Der 7. Oktober ging als der schwärzeste Tag für jüdisches Leben seit der Shoa in die Geschichte ein“, so Strobl. Unter den Opfern und Verschleppten waren auch Menschen mit direktem Bezug zu Baden-Württemberg. Landtagspräsident Strobl bekräftigt die Solidarität mit Israel und mit Jüdinnen und Juden in Baden-Württemberg, Deutschland und weltweit: „Wir verurteilen Terror und Antisemitismus in all seinen Facetten – egal woher er kommt.“ Mit Blick auf den zunehmenden Antisemitismus mahnte er, klar und ohne Ausflüchte zu widersprechen. Antisemitismus dürfe weder von rechts noch von links, aus religiösen Motiven oder unter dem Deckmantel der Meinungs-, Wissenschafts- oder Kunstfreiheit Raum bekommen: „Es ist unser aller Aufgabe, dem entgegenzutreten und gemeinsam alles dafür zu tun, dass jüdisches Leben frei, sichtbar und selbstverständlich stattfinden kann.“

Selbstverständlich dürfe man Israels Regierung kritisieren. Und es sei ein ebenso legitimer Wunsch, öffentlich darauf aufmerksam zu machen, dass auch Menschen aus Palästina unter den Folgen des 7. Oktober leiden, so der Landtagspräsident. Es sei jedoch nicht legitim, „dies als Vorwand zu nutzen, um mehr oder weniger offenen Judenhass zu verbreiten“. Hier dürfe es weder Ausflüchte noch Verharmlosung geben, so Strobl im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Badens sowie der Generalkonsulin des Staates Israel, Talya Lador-Fresher. Gemeinsam wird in einer Schweigeminute an all jene gedacht, die durch den 7. Oktober Leid erfahren oder ihr Leben verloren haben. Gelegenheit zum persönlichen Austausch gibt es beim anschließenden Empfang.