Landtagspräsident Strobl: Anerkennung für eine gewachsene Institution
Zehn Jahre Bürgerbeauftragte des Landes Baden-Württemberg würdigt der Landtag am Dienstagabend, 6. Oktober 2026, mit einer Jubiläumsveranstaltung.
Landtagspräsident Thomas Strobl begrüßt die Gäste im Haus des Landtags und betont die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik. „Institutionen wie die Bürgerbeauftragte sind gelebte Demokratie – nicht abstrakt, sondern konkret erfahrbar für jeden Einzelnen.“ Die zehnjährige Erfolgsgeschichte sei ein Beleg dafür, „dass unsere Demokratie lernfähig ist, dass sie sich weiterentwickelt, dass sie Wege findet, um näher an den Menschen zu sein“, so Strobl.
Die Bürgerbeauftragte Beate Böhlen gibt Einblicke in ihre tägliche Arbeit als Vermittlerin zwischen Bürgerinnen und Bürgern einerseits und der öffentlichen Verwaltung andererseits. Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Frank Brettschneider hält die Festrede. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine Podiumsdiskussion moderiert von Juliane Langer zum Thema: „Bürger- und Polizeibeauftragte – wer braucht denn sowas?“, bei der sich Uli Grötsch, Polizeibeauftragter des Bundes beim Deutschen Bundestag, Barbara Schleicher-Rothmund, Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Marion Dammann, Landrätin und Vorsitzende des Ausschusses für Recht, Digitalisierung und Europa des Landkreistags Baden-Württemberg sowie Dr. Cornelia Ruppert, Präsidentin des Rechnungshofs Baden-Württemberg, austauschen.
Im Jahr 2016 beschloss der Landtag von Baden-Württemberg die Einrichtung einer unabhängigen, nicht weisungsgebundenen und unparteiischen Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die im Konflikt mit einer Behörde stehen. Seither vermitteln die Bürgerbeauftragten, zunächst in der Person von Volker Schindler und seit 2019 in der Person von Beate Böhlen.








