Paderborn trifft und siegt: 3:1 gegen Hoffenheim

Santiago Castaneda erzielte den ersten Saisontreffer für den SC Paderborn.

Aufsteiger SC Paderborn hat seine Torflaute beendet und den ersten Sieg im Fußball-Oberhaus seit mehr als sechs Jahren gefeiert. Die Ostwestfalen gewannen zum Abschluss des vierten Bundesliga-Spieltages gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 3:1 (2:0) und können mit nun vier Punkten aus vier Spielen gelassen in die dreiwöchige Länderspielpause gehen. Es war der erste Paderborner Dreier in der Ersten Liga seit dem 2:1 beim SC Freiburg am 25. Januar 2020.

Für die enttäuschenden Hoffenheimer setzte es drei Tage nach dem bitteren 0:2 zum Europa-League-Auftakt bei OFI Kreta dagegen den nächsten Rückschlag. Mit nur einem Sieg aus vier Liga-Spielen hinkt der Europapokal-Teilnehmer den eigenen Erwartungen deutlich hinterher.

Vor 14.224 Zuschauern trafen Santiago Castaneda (29. Minute), Stefano Marino (42.) und Steffen Tigges (69.) für die Gastgeber. Für Hoffenheim gelang Adam Daghim nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer (50.).

SCP-Coach setzt auf Vertrauen

Paderborns Trainer Ralf Kettemann hatte trotz des 0:3 bei Borussia Dortmund in der Vorwoche keine Änderungen in der Startformation vorgenommen. Auch das in dieser Saison in den ersten drei Spielen noch torlose Sturmduo Marvin Pieringer und Marino bekam eine weitere Chance.

Und Marino hatte nach 13 Minuten die erste gute Gelegenheit für die Gastgeber, scheiterte mit seinem Schuss aber an Hoffenheims Torwart Oliver Baumann. Der TSG-Torhüter hatte nach dem schwachen Auftritt auf Kreta mit seiner Abrechnung mit Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann für Schlagzeilen gesorgt. In Paderborn trat Baumann gewohnt souverän auf.

Castaneda erlöst Paderborn

Allerdings war auch Baumann beim Paderborner Führungstreffer machtlos. Nach einer abgewehrten Ecke fiel Castaneda der Ball vor die Füße, der Schuss des Mittelfeldspielers wurde unhaltbar für Baumann abgefälscht. Der Jubel auf Paderborner Seite war groß. Erstmals in dieser Saison lief die Kult-Torhymne «Hermann Löns, die Heide brennt» in der Arena.

Kurz zuvor hatten die Ostwestfalen noch großes Glück gehabt, dass ein Schuss von Hoffenheims Vladimir Coufal an den Pfosten geprallt war. Ansonsten enttäuschten die Hoffenheimer aber weitgehend. Wie schon auf Kreta konnten die Kraichgauer mit dem vielen Ballbesitz nichts anfangen. Paderborn hatte so wenig Mühe, die Führung zu verteidigen und kurz vor der Pause sogar noch auszubauen. Marino verwandelte ein schönes Zuspiel von Laurin Curda zum 2:0.

Daghims Treffer zu wenig

Nach dem Seitenwechsel kam Hoffenheim mit mehr Schwung aus der Kabine. Zunächst scheiterte Bambasé Conté am stark reagierenden Nahuel Noll im Paderborner Tor. Doch wenig später schaffte Daghim nach klugem Zuspiel von Max Moerstedt den Anschlusstreffer. Hoffenheim drängte auf den Ausgleich, doch der eingewechselt Tigges machte per Kopf für Paderborn alles klar.

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