Dr. (Josef) Anton Huber

Verfolgung
April 1933
Huber wird im April 1933 in Stuttgart von der Gestapo in »Schutzhaft« genommen und im Konzentrationslager Heuberg inhaftiert. Im Mai 1933 wird er dank einer Intervention des ehemaligen württembergischen Justizministers Josef Beyerle beim württembergischen NS-Justizminister Jonathan Schmid aus der Haft entlassen.
Biografie
Sohn eines Landwirts
1911
Volksschule in Osterhofen
Lateinschule in Waldsee
Gymnasium in Ehingen
1925
Eintritt in den Windthorstbund (Jugendorganisation der Zentrumspartei)
1925
Studium der katholischen Theologie, ab 1927 der Staats- und Wirtschaftswissenschaften in Tübingen
1929
Staatsprüfung für Diplomvolkswirte
1929
Leiter des Bauernsekretariats des Volksvereins für das katholische Deutschland in Ravensburg
1931
Fortsetzung des Studiums in Tübingen
1934
Promotion in Tübingen über das Thema »Die Hofteilung in Oberschwaben. Untersuchung über die Möglichkeit der Siedlung durch Teilung von Bauerngütern«
1935
Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer bei der Schwäbischen Treuhand AG (Schitag)
Juni 1945
Referent in der württembergischen Landesdirektion für Landwirtschaft
Dezember 1945
Referent im Wirtschaftsministerium von Württemberg-Baden
Mitgründer der nordwürttembergischen CDU
1946
Landrat des Kreises Aalen
1967
Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Abteikirche Neresheim
Rezeption
Namenspatron der Anton-Huber-Straße in Aalen
Literatur
In Memoriam Dr. Anton Huber, in: Aalener Jahrbuch, 1998, S. 11-12.
Pionier des demokratischen Rechtsstaates. Zum Tode des Aalener Alt-Landrats Dr. Anton Huber, in: Ostalb - Einhorn, 25, 1998, S. 212.
Frank Raberg: Anton Huber, in: Aalener Jahrbuch, 2000, S. 142-156.
Alois Schubert: Alle zehn Tage kamen tausend Vertriebene... Ankunft, Aufnahme und Eingliederung der Heimatvertriebenen im Kreis Aalen ab 1945, Aalen 2001, S. 140.
Weik 2003, S. 70.
Eugen Hafner: Ohne einen braunen Fleck auf der Brust. Am 4. Juni wäre Dr. Anton Huber hundert Jahre alt geworden, in: Ostalb - Einhorn, 32, 2005, S. 131-134.
Frank Raberg: Josef Anton Huber, in: Baden-Württembergische Biographien, 4, 2007, S. 159-162.