Dr. (Josef) Anton Huber

Parlament

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der CDU)

1950
Landtag Württemberg-Baden (CDU, Wahlkreis 2 Aalen)

1952
Verfassungsgebende Landesversammlung Baden-Württemberg (CDU, Wahlkreis Aalen)

1953
Landtag Baden-Württemberg (CDU, Wahlkreis Aalen)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 04.06.1905, Osterhofen
Ehe Unverheiratet
Beruf Volkswirt, Referent, Landrat
Kinder Kinderlos
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 09.07.1998, Aalen

Verfolgung

April 1933
Huber wird im April 1933 in Stuttgart von der Gestapo in »Schutzhaft« genommen und im Konzentrationslager Heuberg inhaftiert. Im Mai 1933 wird er dank einer Intervention des ehemaligen württembergischen Justizministers Josef Beyerle beim württembergischen NS-Justizminister Jonathan Schmid aus der Haft entlassen.

Biografie

Sohn eines Landwirts

1911
Volksschule in Osterhofen

Lateinschule in Waldsee

Gymnasium in Ehingen

1925
Eintritt in den Windthorstbund (Jugendorganisation der Zentrumspartei)

1925
Studium der katholischen Theologie, ab 1927 der Staats- und Wirtschaftswissenschaften in Tübingen

1929
Staatsprüfung für Diplomvolkswirte

1929
Leiter des Bauernsekretariats des Volksvereins für das katholische Deutschland in Ravensburg

1931
Fortsetzung des Studiums in Tübingen

1934
Promotion in Tübingen über das Thema »Die Hofteilung in Oberschwaben. Untersuchung über die Möglichkeit der Siedlung durch Teilung von Bauerngütern«

1935
Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer bei der Schwäbischen Treuhand AG (Schitag)

Juni 1945
Referent in der württembergischen Landesdirektion für Landwirtschaft

Dezember 1945
Referent im Wirtschaftsministerium von Württemberg-Baden

Mitgründer der nordwürttembergischen CDU

1946
Landrat des Kreises Aalen

1967
Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Abteikirche Neresheim

Rezeption

Namenspatron der Anton-Huber-Straße in Aalen

Literatur

In Memoriam Dr. Anton Huber, in: Aalener Jahrbuch, 1998, S. 11-12.

Pionier des demokratischen Rechtsstaates. Zum Tode des Aalener Alt-Landrats Dr. Anton Huber, in: Ostalb - Einhorn, 25, 1998, S. 212.

Frank Raberg: Anton Huber, in: Aalener Jahrbuch, 2000, S. 142-156.

Alois Schubert: Alle zehn Tage kamen tausend Vertriebene... Ankunft, Aufnahme und Eingliederung der Heimatvertriebenen im Kreis Aalen ab 1945, Aalen 2001, S. 140.

Weik 2003, S. 70.

Eugen Hafner: Ohne einen braunen Fleck auf der Brust. Am 4. Juni wäre Dr. Anton Huber hundert Jahre alt geworden, in: Ostalb - Einhorn, 32, 2005, S. 131-134.

Frank Raberg: Josef Anton Huber, in: Baden-Württembergische Biographien, 4, 2007, S. 159-162.