Albert Lohmann

Parlament

1933
Landtag der Republik Baden (SPD)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 26.04.1899, Eveking
Ehe Margareta Katharina, geb. Schmidt
Beruf Redakteur
Kinder 1
Konfession Evangelisch, später konfessionslos
Verstorben 16.04.1957, Stuttgart

Verfolgung

April 1933
Die NS-Behörden beschlagnahmen im April 1933 bei einer Hausdurchsuchung einen Teil von Lohmanns sozialistischer Bibliothek.

04.04.1933
Lohmann wird am 4. April 1933 auf dem Leopoldplatz in Pforzheim von SA-Mitgliedern überfallen und zusammengeschlagen.

15.04.1933
Lohmann ist Redakteur der SPD-Zeitung »Freie Presse« in Pforzheim. Am 15. April 1933 wird er im Zuge der Auflösung der Zeitung fristlos entlassen. Nach seiner Entlassung ist Lohmann arbeitslos. Ohne Anstellung muss er 1935 seine Wohnung aufgeben und zu seinem Schwiegervater nach Dortmund ziehen.

1933
Lohmann ist Mitglied des Unterstützungsvereins Arbeiterpresse. Im Rahmen der Auflösung des Vereins und der Beschlagnahmung des Vereinsvermögens durch die NS-Behörden verliert Lohmann seine Pensionsansprüche.

Biografie

Sohn eines Fabrikarbeiters

Volksschule in Lüdenscheid und Eveking

1917
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

1919
Volontär und Redakteur bei der »Abendzeitung« in Lüdenscheid

1920
Redakteur der SPD-Zeitung »Volksstimme« in Hagen (Westfalen) sowie von »Das Volk« in Jena und in deren Filiale in Weimar

1920
Eintritt in die SPD

1929
Redakteur der Zeitung »Freie Presse« in Pforzheim

1929
Vorstandsmitglied der SPD in Pforzheim

1930
Mitglied des Bürgerausschusses in Pforzheim

1931
Wegen Beleidigung des thüringischen NSDAP-Innenministers Wilhelm Frick vom Amtsgericht Pforzheim zu 100 Reichsmark Geldstrafe verurteilt

1935
Übersiedelung nach Dortmund

ab Februar 1936
Tätigkeit als Provisionsvertreter des Verlags Dr. A. Baumgarten und Schuler in Stuttgart

Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg

Kriegsgefangenschaft

ab März 1947
Tätigkeit für den Schuler-Verlag in Stuttgart

Literatur

Schumacher 1995, S.98.

Dietmar Simon: Arbeiterbewegung in der Provinz. Soziale Konflikte und sozialistische Politik in Lüdenscheid im 19. und 20. Jahrhundert, Essen 1995, S. 323, 440.

Dietmar Simon: Arbeiterbewegung in der Provinz. Soziale Konflikte und sozialistische Politik in Lüdenscheid im 19. und 20. Jahrhundert, Essen 1995, S. 323, 440.

Olaf Schulze, Christian Groh: »Zum Nutzen und Bequemlichkeit der Einwohner«. Geschichte der Pforzheimer Zeitungen, Ubstadt-Weiher 1999, S. 135.

Weik 2003, S. 298.

Dietmar Simon: Wilhelm Kattwinkel. Ein Lüdenscheider Sozialdemokrat im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, in: Der Reidemeister. Geschichtsblätter für Lüdenscheid Stadt und Land, 174, 2008, S. 1418-1419.