Emil Schuler

Parlament

1920
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (USPD, ab 1922 SPD, Landesliste)

1928
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Wahlverband Stuttgart-Stadt)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 23.03.1888, Stuttgart
Ehe Iris Schuler
Beruf Klaviaturmacher, Redakteur, Kaufmann
Kinder 1
Konfession Unbekannt
Verstorben 20.06.1955, Stuttgart

Verfolgung

März 1933
Schuler arbeitet als Redakteur für die SPD-Zeitungen »Neckarpost« in Ludwigsburg und »Schwäbische Tagwacht« in Stuttgart. Im März 1933 werden beide Zeitungen von den NS-Behörden verboten. Schuler verliert im Zuge dessen seine Stelle als Redakteur.

1933
Schuler ist Mitglied des Unterstützungsvereins Arbeiterpresse (Berufsverband sozialdemokratischer Journalisten und Pressearbeiter). Im Zuge der Auflösung des Vereins und der Beschlagnahmung des Vereinsvermögens durch die NS-Behörden verliert er 1933 seine Pensionsansprüche.

04.04.1933
Schuler wird am 4. April 1933 in seiner Wohnung in Stuttgart-Zuffenhausen verhaftet und im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen. Am 10. Juli 1933 wird er aus der Haft entlassen.

Dezember 1934
Nach seiner Entlassung als Redakteur im März 1934 ist Schuler zunächst arbeitslos. Im Dezember 1934 gründet Schuler ein eigenes Unternehmen und ist als Kaufmann und Grundstücksmakler tätig. Anfang März 1943 wird Schuler diese Tätigkeit von den NS-Behörden verboten.

Biografie

Volksschule

Ausbildung zum Klaviaturmacher

1906
Eintritt in die SPD und Tätigkeit als Funktionär bei der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ)

1912
Besuch der zentralen Parteischule der SPD in Berlin sowie Selbststudium in den Bereichen Geschichte, Nationalökonomie, Kommunal- und Staatswissenschaften

1914
Mitglied des Gemeinderats in Zuffenhausen

1917
Eintritt in die USPD

1918
Mitglied der Landesversammlung der Soldatenräte Württembergs, stellvertretender Vorsitzender des Garnisonssoldatenrats in Ludwigsburg sowie Delegierter der württembergischen Soldatenräte beim 1. Reichsrätekongress in Berlin

1922
Rückkehr zur SPD

ab 1922
Tätigkeit für die SPD-Zeitungen »Freie Volkszeitung« in Göppingen, »Neckarpost« in Ludwigsburg und »Schwäbische Tagwacht« in Stuttgart

vor 1933
Stadtvorstand von Zuffenhausen, Mitglied der Amtsversammlung und des Bezirksrats

Dezember 1934
Kaufmann und Grundstücksmakler

März 1943
Sachbearbeiter bei der Firma Kreidler's Metall- und Drahtwerke in Stuttgart-Zuffenhausen

1945
Bezirksvorsteher in Zuffenhausen

1945
Mitglied des Gemeinderats in Stuttgart

Mitglied des Aufsichtsrats der Bahnhofsplatzgesellschaft Stuttgart Aktiengesellschaft und der Stuttgarter Straßenbahnen Aktiengesellschaft

Rezeption

Namenspatron des Emil-Schuler-Platzes in Stuttgart-Zuffenhausen

Literatur

Kurt Leipner (Hrsg.): Chronik der Stadt Stuttgart 1933-1945, Stuttgart 1982, S. 22.

Schumacher 1995, S. 147.

Schröder 1995, S. 738.

Mittag 1997, S. 183.

Raberg 2001, S. 839-840.

Weik 2003, S. 320.

Dokumente

Bescheinigung der Schwäbischen Tagwacht

Die SPD-Zeitung »Schwäbische Tagwacht« bescheinigte 1950, dass Schuler 1933 im Zuge des Verbots der Zeitung entlassen wurde.