Emil Schuler

Verfolgung
März 1933
Schuler arbeitet als Redakteur für die SPD-Zeitungen »Neckarpost« in Ludwigsburg und »Schwäbische Tagwacht« in Stuttgart. Im März 1933 werden beide Zeitungen von den NS-Behörden verboten. Schuler verliert im Zuge dessen seine Stelle als Redakteur.
1933
Schuler ist Mitglied des Unterstützungsvereins Arbeiterpresse (Berufsverband sozialdemokratischer Journalisten und Pressearbeiter). Im Zuge der Auflösung des Vereins und der Beschlagnahmung des Vereinsvermögens durch die NS-Behörden verliert er 1933 seine Pensionsansprüche.
04.04.1933
Schuler wird am 4. April 1933 in seiner Wohnung in Stuttgart-Zuffenhausen verhaftet und im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen. Am 10. Juli 1933 wird er aus der Haft entlassen.
Dezember 1934
Nach seiner Entlassung als Redakteur im März 1934 ist Schuler zunächst arbeitslos. Im Dezember 1934 gründet Schuler ein eigenes Unternehmen und ist als Kaufmann und Grundstücksmakler tätig. Anfang März 1943 wird Schuler diese Tätigkeit von den NS-Behörden verboten.
Biografie
Volksschule
Ausbildung zum Klaviaturmacher
1906
Eintritt in die SPD und Tätigkeit als Funktionär bei der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ)
1912
Besuch der zentralen Parteischule der SPD in Berlin sowie Selbststudium in den Bereichen Geschichte, Nationalökonomie, Kommunal- und Staatswissenschaften
1914
Mitglied des Gemeinderats in Zuffenhausen
1917
Eintritt in die USPD
1918
Mitglied der Landesversammlung der Soldatenräte Württembergs, stellvertretender Vorsitzender des Garnisonssoldatenrats in Ludwigsburg sowie Delegierter der württembergischen Soldatenräte beim 1. Reichsrätekongress in Berlin
1922
Rückkehr zur SPD
ab 1922
Tätigkeit für die SPD-Zeitungen »Freie Volkszeitung« in Göppingen, »Neckarpost« in Ludwigsburg und »Schwäbische Tagwacht« in Stuttgart
vor 1933
Stadtvorstand von Zuffenhausen, Mitglied der Amtsversammlung und des Bezirksrats
Dezember 1934
Kaufmann und Grundstücksmakler
März 1943
Sachbearbeiter bei der Firma Kreidler's Metall- und Drahtwerke in Stuttgart-Zuffenhausen
1945
Bezirksvorsteher in Zuffenhausen
1945
Mitglied des Gemeinderats in Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Bahnhofsplatzgesellschaft Stuttgart Aktiengesellschaft und der Stuttgarter Straßenbahnen Aktiengesellschaft
Rezeption
Namenspatron des Emil-Schuler-Platzes in Stuttgart-Zuffenhausen
Literatur
Kurt Leipner (Hrsg.): Chronik der Stadt Stuttgart 1933-1945, Stuttgart 1982, S. 22.
Schumacher 1995, S. 147.
Schröder 1995, S. 738.
Mittag 1997, S. 183.
Raberg 2001, S. 839-840.
Weik 2003, S. 320.