Fridolin Heurich

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung der Republik Baden (Zentrumspartei, Wahlkreis 2 Freiburg)

1921
Landtag der Republik Baden (Zentrumspartei, Wahlkreis 3 Freiburg, ab 1929 Wahlkreis 14 Ettlingen-Karlsruhe-Land)

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der CDU)

1946
Verfassungsgebende Landesversammlung Württemberg-Baden (CDU, Wahlkreis 2 Karlsruhe)

1946
Landtag Württemberg-Baden (CDU, Wahlkreis 2 Karlsruhe, ab 1950 Landesliste)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 14.09.1878, Magdlos (Flieden)
Ehe Lioba geb. Hack (1907)
Beruf Maurer und Polier, Gewerkschaftsfunktionär
Kinder 2
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 12.02.1960, Karlsruhe

Verfolgung

März 1933
Heurich ist Landesvorsitzender der christlichen Gewerkschaften für Südwestdeutschland. Im März 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen.

05.05.1933
Heurich ist am 30. Juni 1930 vom badischen Staatsministerium zum Staatsrat (Mitglied des badischen Regierungskabinetts ohne Portefeuille) ernannt worden. Am 5. Mai 1933 wird er aus politischen Gründen aus diesem Amt entlassen.

August 1944
Heurich wird im August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und für einige Tage inhaftiert.

Biografie

1884
Volksschule

1902
Eintritt in die Zentrumspartei

1903
Besuch von technischen Fortbildungskursen in Gelsenkirchen

Ausbildung als Maurerpolier

1906
Gewerkschaftssekretär des christlichen Bauarbeiterverbandes in Krefeld

ab 1911
Bezirksleiter des Christlichen Bauarbeiterverbandes zunächst in Freiburg, später in Karlsruhe

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Feldwebel, Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz

1923
Landesvorsitzender der christlichen Gewerkschaften für Südwestdeutschland

1925
Besuch mehrerer Kurse an der christlichen Gewerkschaftshochschule

19.12.1930
Sogenannte »Ohrfeigenaffäre«: Im Plenum des badischen Landtags kommt es zu Handgreiflichkeiten zwischen Heurich und dem NSDAP-Abgeordneten Herbert Kraft.

1931
Staatsrat (mit diesem Titel ehrenamtliches Mitglied der badischen Regierung)

März 1933
Arbeitslos

ab Januar 1939
Angestellter der süddeutschen Bausparkasse

01.08.1945
Bürgermeister von Karlsruhe, am 1. August 1945 durch die Militärregierung ernannt, 1946 und 1948 gewählt

1946
Landesvorsitzender der CDU Nordbaden

Rezeption

1932
Päpstlicher Ritterorden des heiligen Gregor des Großen (Gregoriusorden)

1951
Ehrenvorsitzender der CDU Nordbaden

1953
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

Gerd Hepp: Fridolin Heurich, in: Badische Biographien, 2, 1987, S. 135-136.

Walther Killy: Fridolin Heurich, in: Deutsche Biographische Enzyklopädie, 5, 1995, S. 10.

Manfred Koch: Fridolin Heurich, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge, 41, 1998, S. 1.

Weik 2003, S. 66.

Frank Raberg: Fridolin Heurich, in: Christliche Demokraten gegen Hitler. Aus Verfolgung und Widerstand zur Union, hrsg. von Günter Buchstab, Freiburg 2004, S. 248-255.