Fridolin Heurich

Verfolgung
März 1933
Heurich ist Landesvorsitzender der christlichen Gewerkschaften für Südwestdeutschland. Im März 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen.
05.05.1933
Heurich ist am 30. Juni 1930 vom badischen Staatsministerium zum Staatsrat (Mitglied des badischen Regierungskabinetts ohne Portefeuille) ernannt worden. Am 5. Mai 1933 wird er aus politischen Gründen aus diesem Amt entlassen.
August 1944
Heurich wird im August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und für einige Tage inhaftiert.
Biografie
1884
Volksschule
1902
Eintritt in die Zentrumspartei
1903
Besuch von technischen Fortbildungskursen in Gelsenkirchen
Ausbildung als Maurerpolier
1906
Gewerkschaftssekretär des christlichen Bauarbeiterverbandes in Krefeld
ab 1911
Bezirksleiter des Christlichen Bauarbeiterverbandes zunächst in Freiburg, später in Karlsruhe
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Feldwebel, Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz
1923
Landesvorsitzender der christlichen Gewerkschaften für Südwestdeutschland
1925
Besuch mehrerer Kurse an der christlichen Gewerkschaftshochschule
19.12.1930
Sogenannte »Ohrfeigenaffäre«: Im Plenum des badischen Landtags kommt es zu Handgreiflichkeiten zwischen Heurich und dem NSDAP-Abgeordneten Herbert Kraft.
1931
Staatsrat (mit diesem Titel ehrenamtliches Mitglied der badischen Regierung)
März 1933
Arbeitslos
ab Januar 1939
Angestellter der süddeutschen Bausparkasse
01.08.1945
Bürgermeister von Karlsruhe, am 1. August 1945 durch die Militärregierung ernannt, 1946 und 1948 gewählt
1946
Landesvorsitzender der CDU Nordbaden
Rezeption
1932
Päpstlicher Ritterorden des heiligen Gregor des Großen (Gregoriusorden)
1951
Ehrenvorsitzender der CDU Nordbaden
1953
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Gerd Hepp: Fridolin Heurich, in: Badische Biographien, 2, 1987, S. 135-136.
Walther Killy: Fridolin Heurich, in: Deutsche Biographische Enzyklopädie, 5, 1995, S. 10.
Manfred Koch: Fridolin Heurich, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge, 41, 1998, S. 1.
Weik 2003, S. 66.
Frank Raberg: Fridolin Heurich, in: Christliche Demokraten gegen Hitler. Aus Verfolgung und Widerstand zur Union, hrsg. von Günter Buchstab, Freiburg 2004, S. 248-255.