Georg Neumann

Parlament

1952
Verfassungsgebende Landesversammlung Baden-Württemberg (SPD, Landesliste)

1953
Landtag Baden-Württemberg (SPD, Landesliste)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Sozialistische Arbeiterpartei (SAP)
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 04.11.1901, Wartenberg (Oty?)
Erste Ehe
Paula geb. Weihrauch (1932)
Zweite Ehe
Agnes geb. Preissner ()
Beruf Gerber, Verwaltungsangestellter
Kinder 3
Konfession Römisch-katholisch, später konfessionslos
Verstorben 06.01.1963, Schopfheim

Verfolgung

Sommer 1933
Neumann ist von Sommer 1933 bis Herbst 1935 Mitglied einer illegalen KPD-Gruppe um den Sprottauer Stadtrat Willy Hilmer sowie Mitglied der Roten Hilfe (einer der KPD nahestehenden Hilfsorganisation). Am 3. März 1936 wird Neumann deshalb verhaftet und im Gerichtsgefängnis Glogau in Untersuchungshaft genommen. Ab dem 7. März 1936 ist er in Breslau inhaftiert. Am 25. Juni 1936 wird Neumann vom Sondergericht Breslau wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt. Anschließend befindet sich Neumann in Strafhaft in Görlitz. Am 2. Juni 1937 wird er aus der Haft entlassen.

Biografie

1908
Volksschule in Wartenberg und Sprottau (Schlesien)

März 1916
Lehre im Baubüro H. Menzel in Sprottau

Oktober 1917
Dienst bei der Schiffsjungendivision Flensburg-Mürwick

1919
Eintritt in die Gewerkschaften

Oktober 1919
Tätigkeit im Eisenhüttenwerk Wilhelmshütte in Sprottau

September 1923
Arbeitslos

Februar 1924
Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Sprottau

März 1925
Gerber bei den Lederwerken E. Kuschnitzki in Sprottau

1926
Eintritt in die SPD

1930
Eintritt in die SAP

Januar 1933
Eintritt in die KPD

Sommer 1933
Mitglied einer illegalen KPD-Gruppe um den ehemaligen Sprottauer Stadtrat Willy Hilmer sowie Mitglied der illegalen Roten Hilfe

Juni 1937
Gerberei-Facharbeiter bei den Lederwerken E. Kuschnitzki in Sprottau (1940 Betriebsstilllegung, da jüdisches Unternehmen)

Juli 1940
Dienstverpflichtung als Kerzenzieher bei der Wachswarenfabrik R. Rümpler in Sprottau

September 1942
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg bei der Kriegsmarine, anschließend Kriegsgefangenschaft

September 1945
Holzfäller bei der Firma Hahn und Grage in Neustadt (Holstein)

1946
Mitglied des Gemeinderats in Neustadt

Januar 1948
Angestellter bei der Stadtverwaltung Neustadt, dort Sachbearbeiter für Flüchtlingsfragen

November 1949
Gerber bei der Firma Krafft in Fahrnau

November 1949
Umsiedelung nach (Süd-)Baden

Januar 1956
Angestellter beim Landesversorgungsamt Baden-Württemberg

Literatur

Kühnel 2002, S. 89.

Weik 2003, S. 106.

Klaus Strütt: Georg Neumann. Ein vergessener SPD-Politiker. Von 1952 bis 1956 im Landtag von Baden-Württemberg, in: Schopfheim Jahrbuch, 29, 2013, S. 109-113.