Jakob Hermann

Verfolgung
August 1944
Hermann wird im August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« von der Gestapo verhaftet und kurzzeitig inhaftiert. Nach einer Intervention des Hechinger Landrats Paul Schraermayer wird er wegen seines fortgeschrittenen Alters aus der Haft entlassen.
Biografie
Sohn eines Landwirts
Volksschule
1886
Preußische Ackerbauschule in Sigmaringen
1889
Landwirtschaftliche Ausbildung auf Schloss Werenwag
1892
Militärdienst beim 3. Badischen Dragonerregiment in Mühlhausen (Elsass)
1895
Leiter eines oberschwäbischen Gutsbetriebs
1899
Gasthörer an der Akademie für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan
1901
Geschäftsführer der Zentralmolkerei AG Nürnberg
1906
Geschäftsführer der Stuttgarter Milchzentrale GmbH
1910
Pächter eines Gutsbetriebs in Hohenmühringen (bei Horb am Neckar)
Mitglied des Gemeinderats von Hohenmühringen und des Kreisrats von Horb am Neckar
1920
Vorstandsmitglied der Württembergischen Landwirtschaftskammer
1938
Ruhestand und Umzug nach Rangendingen
ab 1945
Kreisobmann für Landwirtschaft und Ernährung in Hechingen
1946
Vorsitzender der CDU im Kreis Hechingen
1947
Vorsitzender des Kreisuntersuchungsausschusses für politische Säuberung im Kreis Hechingen
Rezeption
Ehrenvorsitzender der ehemaligen Landwirtschaftsschüler in Sigmaringen
1951
Ehrenvorsitzender des Kreisbauernverbandes Hechingen
1952
Ernennung zum Ökonomierat durch den Staatspräsidenten von Württemberg-Hohenzollern
1952
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Frank Raberg: Franz Gog. Ein »hohenzollerischer« Parlamentarier zwischen Bebenhausen und Stuttgart 1946 bis 1953. Ein Beitrag zu seiner Biographie, in: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte, 32, 1995, S. 229-300.
Fritz Kallenberg: Die Sonderentwicklung Hohenzollerns, in: Hohenzollern, hrsg. von Fritz Kallenberg, Stuttgart 1996, S. 129-282, 234, 243, 246, 273.
Andreas Zekorn (Bearb.): Blau-weiß-rot. Leben unter der Trikolore. Die Kreise Balingen und Hechingen in der Nachkriegszeit 1945 bis 1949, Stuttgart 1999, S. 372-373, 401-403.
Raberg 2001, S. 346-347.
Frank Raberg: Jakob Hermann, in: Baden-Württembergische Biographien, 3, 2002, S. 150-152.
Weik 2003, S. 65.