Jakob Hermann

Parlament

1924
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (Zentrumspartei, Wahlverband 13 Herrenberg-Horb-Rottenburg-Tübingen-Reutlingen-Münsingen)

1932
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (Zentrumspartei, Wahlverband 13 Herrenberg-Horb-Rottenburg-Tübingen-Reutlingen-Münsingen)

1946
Beratende Landesversammlung Württemberg-Hohenzollern (CDU)

1947
Landtag Württemberg-Hohenzollern (CDU, Landesliste)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 23.02.1872, Rangendingen
Ehe Elisabeth geb. Schanz (1899)
Beruf Landwirt
Kinder 2
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 28.03.1952, Rangendingen

Verfolgung

August 1944
Hermann wird im August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« von der Gestapo verhaftet und kurzzeitig inhaftiert. Nach einer Intervention des Hechinger Landrats Paul Schraermayer wird er wegen seines fortgeschrittenen Alters aus der Haft entlassen.

Biografie

Sohn eines Landwirts

Volksschule

1886
Preußische Ackerbauschule in Sigmaringen

1889
Landwirtschaftliche Ausbildung auf Schloss Werenwag

1892
Militärdienst beim 3. Badischen Dragonerregiment in Mühlhausen (Elsass)

1895
Leiter eines oberschwäbischen Gutsbetriebs

1899
Gasthörer an der Akademie für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan

1901
Geschäftsführer der Zentralmolkerei AG Nürnberg

1906
Geschäftsführer der Stuttgarter Milchzentrale GmbH

1910
Pächter eines Gutsbetriebs in Hohenmühringen (bei Horb am Neckar)

Mitglied des Gemeinderats von Hohenmühringen und des Kreisrats von Horb am Neckar

1920
Vorstandsmitglied der Württembergischen Landwirtschaftskammer

1938
Ruhestand und Umzug nach Rangendingen

ab 1945
Kreisobmann für Landwirtschaft und Ernährung in Hechingen

1946
Vorsitzender der CDU im Kreis Hechingen

1947
Vorsitzender des Kreisuntersuchungsausschusses für politische Säuberung im Kreis Hechingen

Rezeption

Ehrenvorsitzender der ehemaligen Landwirtschaftsschüler in Sigmaringen

1951
Ehrenvorsitzender des Kreisbauernverbandes Hechingen

1952
Ernennung zum Ökonomierat durch den Staatspräsidenten von Württemberg-Hohenzollern

1952
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

Frank Raberg: Franz Gog. Ein »hohenzollerischer« Parlamentarier zwischen Bebenhausen und Stuttgart 1946 bis 1953. Ein Beitrag zu seiner Biographie, in: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte, 32, 1995, S. 229-300.

Fritz Kallenberg: Die Sonderentwicklung Hohenzollerns, in: Hohenzollern, hrsg. von Fritz Kallenberg, Stuttgart 1996, S. 129-282, 234, 243, 246, 273.

Andreas Zekorn (Bearb.): Blau-weiß-rot. Leben unter der Trikolore. Die Kreise Balingen und Hechingen in der Nachkriegszeit 1945 bis 1949, Stuttgart 1999, S. 372-373, 401-403.

Raberg 2001, S. 346-347.

Frank Raberg: Jakob Hermann, in: Baden-Württembergische Biographien, 3, 2002, S. 150-152.

Weik 2003, S. 65.