Jakob Sommer

Verfolgung
01.04.1933
Sommer ist angestellter Parteisekretär der SPD in Mannheim. Im Zuge des nationalsozialistischen Vorgehens gegen die SPD wird er zum 1. April 1933 entlassen.
03.11.1934
Sommer wird am 3. November 1934 in Untersuchungshaft genommen und in das Gerichtsgefängnis in Mannheim gebracht. Die NS-Behörden werfen ihm vor, illegal für die verbotene SPD tätig gewesen zu sein. Am 20. Februar 1935 wird Sommer deshalb nach Karlsruhe überstellt. Dort wird er vor dem Oberlandesgericht wegen der Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt. Aus Mangel an Beweisen spricht das Oberlandesgericht Sommer jedoch frei. Am 29. März 1935 wird er aus der Haft entlassen.
Biografie
Sohn eines Schmiedemeisters
1899
Volksschule in Ludwigshafen
1907
Lehre als Eisendreher bei der Hutchinson AG in Mannheim
1910
Eisendreher in Mannheim, Ludwigshafen und Frankfurt am Main
ab 1915
Mitglied des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV)
1917
Eintritt in die SPD
1920
Eintritt in die USPD, dort Vorsitzender der Ortsgruppe Ludwigshafen
1920
Mitglied im Vorstand des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV)
1922
Rückkehr zur SPD
ab 1922
Mitglied der Arbeiterwohlfahrt
1922
Betriebsratsvorsitzender bei BASF im Werk Ludwigshafen-Oppau
1925
Mitglied des Stadtrates in Ludwigshafen
1928
Parteisekretär der SPD in Mannheim
April 1933
Arbeitslos
August 1936
Inhaber eines Zigarrengeschäfts in Mannheim
September 1937
Eisendreher bei der Heinrich Lanz AG in Mannheim
1945
Gewerkschaftssekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) in Mannheim
1945
Parteisekretär der SPD in Mannheim
1946
Mitglied des Stadtrates in Mannheim
1947
Geschäftsführer der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) in Mannheim
1947
Aufsichtsratsvorsitzender einer Druckerei und Verlagsgesellschaft in Mannheim
Literatur
Brach 1984, S. 114-115.
Schumacher 1995, S. 154.
Weik 2003, S. 302.