Johann Kuhn

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Parlament

1931
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (Zentrumspartei, Wahlverband Künzelsau-Öhringen-Gerabronn-Schwäbisch Hall)

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der Landwirtschaft)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 30.08.1877, Marlach (Schöntal)
Ehe Ida geb. Schuhmacher (1911)
Beruf Landwirt, Bürgermeister
Kinder 11
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 26.05.1954, Marlach (Schöntal)

Verfolgung

13.09.1933
Kuhn ist Bürgermeister von Marlach. Am 13. September 1933 wird er aus politischen Gründen entlassen. Die rechtliche Grundlage dafür bietet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.

23.08.1944
Kuhn wird am 23. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen. Aufgrund eines Herzleidens wird er aus der Haft entlassen.

Biografie

Sohn eines Landwirts und Bruder des Abgeordneten August Kuhn

Übernahme des elterlichen Bauernhofs

ab 1912
Mitglied des Vorstands der Spar- und Darlehenskasse Marlach

ab 1914
Vorstand des Lagerhauses Marlach

ab 1918
Mitglied des Kreisrates Künzelsau

1930
Vorsteher der Spar- und Darlehenskasse Marlach

1931
Bürgermeister von Marlach

Kreisvorsitzender der Zentrumspartei

Vorsteher der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Marlach und Umgebung

Literatur

Handbuch für den Württembergischen Landtag, Stuttgart 1931, S. 104, 108, 113.

Raberg 2001, S. 486.

Weik 2003, S. 87.

Kühnel 2009, S. 10.

Dokumente

Schreiben des Staatskommissars für Körperschaftsverwaltung

Am 13. September 1933 teilte der Staatskommissar für Körperschaftsverwaltung dem Oberamt Künzelsau mit, dass Kuhn als Bürgermeister von Marlach entlassen wurde.