Josef Amann

Parlament

1933
Landtag der Republik Baden (SPD)

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der SPD)

1946
Verfassunggebende Landesversammlung Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 4 Heidelberg)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 22.01.1879, Regenstauf
Ehe Therese Maria geb. Fischer (1907)
Beruf Bäcker, Parteisekretär
Kinder 4
Konfession Römisch-katholisch, ab 1917 freireligiös
Verstorben 27.07.1971, Heidelberg

Verfolgung

1933
Amann wird 1933 vorübergehend in »Schutzhaft« genommen und im Gefängnis in Heidelberg inhaftiert.

30.04.1933
Amann ist SPD-Parteisekretär in Heidelberg. Am 30. April 1933 wird er im Zuge der Verfolgung der SPD durch die NS-Behörden aus dieser Stellung entlassen.

22.08.1944
Amann wird am 22. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und zunächst im Gefängnis Heidelberg, ab 27. August 1944 im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Am 17. Oktober 1944 wird er aus der Haft entlassen.

Biografie

Volksschule

1892
Lehre als Bäcker

1895
Tätigkeit als Bäckergehilfe in München

1901
Militärdienst beim 2. Bayerischen Infanterie-Regiment

1910
Bezirksleiter des Verbands der Bäcker und Konditoren in Mannheim

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

ab 1920
Parteisekretär der SPD im Unterbezirk Heidelberg

1922
Mitglied des Bürgerausschusses in Heidelberg

1922
Mitglied des Bezirksrats in Heidelberg

1925
Sekretär der Arbeiterwohlfahrt Baden

1926
Mitglied des Stadtrats in Heidelberg

1928
Parteisekretär der SPD in Heidelberg

1933
Arbeitslos

Mai 1939
Angestellter bei der chemischen Fabrik Teroson-Werk in Heidelberg, zunächst als Pförtner, später als Leiter der Versandabteilung

1944
Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Baugenossenschaft Neu Heidelberg

1945
Stadtrat in Heidelberg

1947
Erfolglose Kandidatur bei den Oberbürgermeisterwahlen in Heidelberg

1948
Hauptamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters in Heidelberg

1952
Erneut erfolglose Kandidatur bei den Oberbürgermeisterwahlen in Heidelberg

1954
Ruhestand

Rezeption

1963
Ehrenbürger der Stadt Heidelberg

1982
Namenspatron einer Grün- und Erholungsanlage im Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund

Literatur

Jörg Schadt, Michael Caroli (Hrsg.): Heidelberg unter dem Nationalsozialismus. Studien zu Verfolgung, Widerstand und Anpassung, Heidelberg 1985, S. 491.

Jörg Schadt (Hrsg.): Im Dienst an der Republik. Die Tätigkeitsberichte des Landesvorstandes der Sozialdemokratischen Partei Badens 1914-1932, Mannheim 1977, S. 215.

Jörg Schadt (Hrsg.): Die SPD in Baden-Württemberg und ihre Geschichte, Stuttgart 1979, S. 326.

Zur Erinnerung an Josef Amann, in: Heidelberger Amtsanzeiger, 15. Oktober 1982, 37, 41, S. 1.

Friederike Reutter: Josef Amann, in: Badische Biographien, 3, 1990, S. 3-4.

Weik 2003, S. 14, 291.