Josef Harter

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Parlament

1946
Verfassungsgebende Landesversammlung Württemberg-Baden (CDU, Landesliste)

1946
Landtag Württemberg-Baden (CDU, Landesliste)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 15.06.1899, Fützen (Blumberg)
Ehe Frieda geb. Schaier (1921)
Beruf Beamter der Reichsbahn
Kinder 2
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 15.09.1948, Bad Griesbach (Bad Peterstal-Griesbach)

Verfolgung

1933
Harter ist Mitglied und Funktionär in verschiedenen gewerkschaflichen Vertretungen der Reichsbahn. Im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften wird er 1933 aus diesen Ämtern entlassen.

1941
Während des Zweiten Weltkriegs leistet Harter Kriegsdienst bei der Wehrmachts- und Hauptverkehrsdirektion in Brüssel, wo er für die Dienstkleiderverwaltung der in den besetzten Gebieten eingesetzten Eisenbahner zuständig ist. Die badische NSDAP-Gauleitung fordert 1941 und 1942 aus politischen Gründen die Abberufung Harters aus Brüssel.

01.12.1942
Harter ist Inspektor bei der Reichsbahn in Karlsruhe. Die badische NSDAP-Gauleitung erhebt aus politischen Gründen mehrfach Einspruch gegen eine Beförderung Harters. Um den Einspruch zu umgehen, versetzt die Karlsruher Reichsbahndirektion Harter am 1. Dezember 1942 in das Reichsbahnzentralamt für Sozial- und Personalwesen in Berlin. Dort wird Harter vermutlich im April 1943 zum Reichsbahnoberinspektor befördert.

Biografie

Volksschule

1919
Eintritt in den Dienst der Reichsbahn

Reichsbahninspektor in Karlsruhe

1925
Mitglied des Hauptbeamtenrats der Deutschen Reichsbahn Berlin

1925
Landesvorsitzender des Reichsbunds der mittleren Reichsbeamten in Baden

1925
Mitglied des Hauptvorstandes des Zentral-Gewerkschaftsbunds Deutscher Reichsbahnbeamten und Anwärter in Berlin

1929
Vorsitzender des Bezirksbeamtenrats bei der Reichsbahndirektion Karlsruhe

Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg, zeitweise bei der Wehrmachts- und Hauptverkehrsdirektion in Brüssel eingesetzt, dort zuständig für die Dienst- und Schutzkleiderverwaltung der in den besetzten Gebieten eingesetzten Eisenbahner

ab Dezember 1942
Tätigkeit im Reichsbahnzentralamt für Sozial- und Personalwesen in Berlin

1943
Reichsbahnoberinspektor in Berlin

1944
Reichsbahnamtmann in Berlin und Karlsruhe

ab Oktober 1945
Abteilungspräsident bei der Reichsbahndirektion Karlsruhe, ernannt durch die französische Militärregierung

1947
Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag Württemberg-Baden

Literatur

Lothar Gall (Hrsg.): Die Eisenbahn in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1999, S. 260.

Weik 2003, S. 59.

Becker, Ernst Wolfgang (Hrsg.): Theodor Heuss. Erzieher zur Demokratie. Briefe 1945-1949. München 2007, S. 572.