Karl (August) Bühler

Verfolgung
Sommer 1933
Bühler ist evangelischer Pfarrer im thüringischen Oepfershausen. Im Sommer 1933 wird er wegen NS-kritischer Äußerungen vor einem Schöffengericht in Meiningen angeklagt, wobei die genauen Umstände unbekannt sind. Da Zeugen Bühler entlasten, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt. Bühler erhält jedoch in der Folge Schul- bzw. Unterrichtsverbot.
nach 1933
Bühler wird nach 1933 von den NS-Behörden überwacht. Seine Wohnung wird mehrfach durchsucht.
Biografie
Gymnasium in Lahr (Schwarzwald)
1922
Studium der evangelischen Theologie in Heidelberg und Tübingen
1927
Vikar in Lörrach
ab Februar 1928
Pfarrer in Oepfershausen (Thüringen)
ab 1943
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg
1945
Seelsorger in einem Kriegsgefangenenlager
1945
Erneut Pfarrer in Oepfershausen (Thüringen)
1945
Eintritt in die CDU
Bühler gerät in Konflikt mit der sowjetischen Besatzungsmacht und wird kurzzeitig verhaftet.
Dezember 1948
Pfarrer in Wittlingen und Schallbach
Mitglied des engeren Landesvorstands der CDU in Südbaden
Erster Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU von Südbaden
Erster stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Südbaden
1965
Mitglied im Gemeinderat von Weil am Rhein
Rezeption
1969
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Vierhaus Herbst 2002, S. 110.
Weik 2003, S. 27.
Er wollte immer helfen, eine bessere Zukunft zu gestalten, in: Badische Zeitung, 4. Dezember 2010, S. 21.
Martin Frenk: Karl A. Bühler. Auf dem Lebensweg eines politisch engagierten Pfarrers aus Ottenheim, in: Geroldsecker Land, 60, 2017, S. 1-17.