Karl (August) Bühler

Parlament

1956
Landtag Baden-Württemberg (CDU, Wahlkreis Lörrach)

1957
Deutscher Bundestag (CDU, Landesliste, ab 1961 Wahlkreis 185 Lörrach, ab 1965 Wahlkreis 189 Lörrach-Müllheim)

Partei vor 1933 -
nach 1945 -
Geburt 26.02.1904, Ottenheim (Schwanau)
Ehe Elisabeth geb. Bürgin (1928)
Beruf Pfarrer
Kinder 3
Konfession Evangelisch
Verstorben 07.01.1984, Lörrach

Verfolgung

Sommer 1933
Bühler ist evangelischer Pfarrer im thüringischen Oepfershausen. Im Sommer 1933 wird er wegen NS-kritischer Äußerungen vor einem Schöffengericht in Meiningen angeklagt, wobei die genauen Umstände unbekannt sind. Da Zeugen Bühler entlasten, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt. Bühler erhält jedoch in der Folge Schul- bzw. Unterrichtsverbot.

nach 1933
Bühler wird nach 1933 von den NS-Behörden überwacht. Seine Wohnung wird mehrfach durchsucht.

Biografie

Gymnasium in Lahr (Schwarzwald)

1922
Studium der evangelischen Theologie in Heidelberg und Tübingen

1927
Vikar in Lörrach

ab Februar 1928
Pfarrer in Oepfershausen (Thüringen)

ab 1943
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg

1945
Seelsorger in einem Kriegsgefangenenlager

1945
Erneut Pfarrer in Oepfershausen (Thüringen)

1945
Eintritt in die CDU

Bühler gerät in Konflikt mit der sowjetischen Besatzungsmacht und wird kurzzeitig verhaftet.

Dezember 1948
Pfarrer in Wittlingen und Schallbach

Mitglied des engeren Landesvorstands der CDU in Südbaden

Erster Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU von Südbaden

Erster stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Südbaden

1965
Mitglied im Gemeinderat von Weil am Rhein

Rezeption

1969
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

Vierhaus Herbst 2002, S. 110.

Weik 2003, S. 27.

Er wollte immer helfen, eine bessere Zukunft zu gestalten, in: Badische Zeitung, 4. Dezember 2010, S. 21.

Martin Frenk: Karl A. Bühler. Auf dem Lebensweg eines politisch engagierten Pfarrers aus Ottenheim, in: Geroldsecker Land, 60, 2017, S. 1-17.