Max Hammer

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Parlament

1928
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (KPD, ab 1930 KPO, Landesliste)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
Kommunistische Partei-Opposition (KPO)

nach 1945 -
Geburt 28.03.1886, Naundorf
Ehe Verheiratet
Beruf Möbelpolierer, Redakteur, Parteifunktionär
Kinder 2
Konfession Konfessionslos
Verstorben 24.04.1970, Stuttgart

Verfolgung

23.03.1933
Hammer wird am 23. März 1933 in »Schutzhaft« genommen. Er wird im Konzentrationslager Heuberg sowie im Konzentrationslager Oberer Kuhberg in Ulm inhaftiert. Am 10. März 1934 wird Hammer aus der Haft entlassen. Zuvor unterschreibt er eine Art Loyalitätserklärung für die NSDAP - seinen eigenen Angaben zufolge aus Rücksicht auf seine kranke Frau.

22.08.1944
Hammer wird am 22. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und im Konzentrationslager Dachau interniert. Am 23. September 1944 wird er aus der Haft entlassen.

Biografie

Volksschule

Lehre als Möbelpolierer

Wanderschaft durch Deutschland

um 1908
Übersiedelung nach Stuttgart

1909
Eintritt in die SPD

Während des Ersten Weltkriegs Übertritt in die USPD

1919
Mitglied der KPD

ab 1920
Hauptamtlicher KPD-Sekretär und Redakteur des KPD-Organs »Süddeutsche Arbeiterzeitung«

1923
Verurteilung als verantwortlicher Redakteur des KPD-Organs »Süddeutsche Arbeiterzeitung«, daraufhin Flucht nach Moskau, dort Tätigkeit für die Rote Gewerkschafts-Internationale (RGI)

1925
Rückkehr nach Stuttgart, dort erneute Tätigkeit für das KPD-Organ »Süddeutsche Arbeiterzeitung«

April 1927
Kurzzeitige Verhaftung

April 1929
Hammer wird aus der KPD ausgeschlossen, weil er den neuen, radikaleren Kurs der Partei nicht mittragen will.

Mitglied der Kommunistischen Partei-Opposition (KPO) und Redakteur des KPO-Organs »Arbeiter-Tribüne« in Stuttgart

1933
Bis zu seiner Verhaftung illegale Tätigkeit für die Kommunistische Partei-Opposition (KPO)

nach 1935
Vermutlich erneute Tätigkeit als Möbelpolierer in Bad Cannstatt

nach 1946
Hammer unterstützt als Rentner in Stuttgart die Gruppe Arbeiterpolitik.

Literatur

Theodor Bergmann: »Gegen den Strom«. Die Geschichte der KPD(Opposition), Hamburg 2001, S. 392, 409.

Schumacher 1995, S. 56-57.

Thomas Kurz: Feindliche Brüder im deutschen Südwesten. Sozialdemokraten und Kommunisten in Baden und Württemberg von 1928 bis 1933, Berlin 1996, S. 48, 50, 54, 87, 131.

Raberg 2001, S. 316.

Weik 2003, S. 313

Weber Herbst 2008, S. 345.