Wilhelm Weigold

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Parlament

1946
Beratende Landesversammlung Württemberg-Hohenzollern (KPD)

Partei vor 1933 Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

nach 1945 Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
Geburt 29.08.1894, Friedrichshafen
Ehe Marie Julie »Emilie« geb. Vogel (1920)
Beruf Schlosser
Kinder 2
Konfession Evangelisch, später konfessionslos
Verstorben 21.07.1962, Friedrichshafen

Verfolgung

07.03.1933
Weigold wird am 7. März 1933 um 5 Uhr morgens verhaftet und im Amtsgefängnis Ravensburg in »Schutzhaft« genommen. Von dort wird er in das Konzentrationslager Heuberg überstellt. Ab 1. Mai 1933 befindet sich Weigold im Frauengefängnis Ulm in Einzelhaft. Am 10. November 1933 bringen die NS-Behörden Weigold erneut in das Konzentrationslager Heuberg, von wo aus er am 24. Dezember 1933 in das Konzentrationslager Oberer Kuhberg überstellt wird. Dort wird Weigold am 1. Oktober 1934 aus der Haft entlassen.

16.07.1933
Weigolds Ehefrau Emilie (geb. Vogel) wird am 16. Juli 1933 verhaftet und im Ravensburger Amtsgerichtsgefängnis in Untersuchungshaft genommen. Sie wird verdächtigt, für die illegale Rote Hilfe tätig gewesen zu sein. Am 21. August 1933 wird Emilie Weigold aus der Haft entlassen.

Ende 1934
Nach seiner Entlassung aus der Haft weigert sich das Arbeitsamt Ravensburg, Weigold als arbeitssuchend zu vermitteln. Er ist deshalb gezwungen, Gelegenheitsarbeiten zu verrichten.

Biografie

Volksschule

Lehre und Tätigkeit als Schlosser

Wohnhaft in Ravensburg, dort städtischer Angestellter

Wohnhaft in Augsburg

1931
Übersiedelung nach Ravensburg, dort Kreisvorsitzender der KPD

Januar 1935
Inspektor für die Versicherungsgesellschaft Deutscher Herold

Januar 1936
Tätigkeit bei Schlossermeister E. Dietrich in Friedrichshafen

Oktober 1937
Tätigkeit bei der Mechanischen Drahtflechterei und Schlosserei A. Kirchmeier in Ravensburg

November 1940
Dienstverpflichtet bei der Firma Beck van Gessel in Ravensburg

Februar 1941
Dienstverpflichtet bei der Technischen Nothilfe

August 1945
Mitarbeit im Ausschuss zum Zweck der politischen Reinigung des Kreises Ravensburg

Dezember 1945
Mitglied des städtischen Beirats in Ravensburg

Rezeption

2015
Namensnennung auf einer Gedenktafel für elf politisch verfolgte Kommunalpolitiker im Rathaus von Ravensburg

Literatur

Breucker, Dorothee: Emilie Weigold. Eine Frau im Widerstand gegen die Nazis, in: Schwäbische Zeitung, Nr. 163, 19. Juli 1993.

Dorothee Breucker, Gesa Ingendahl: Blickwinkel. Leben und Arbeit von Frauen in Ravensburg, Tübingen, Stuttgart 1993, S. 157-158.

Peter Eitel (Hrsg.): Ravensburg im Dritten Reich. Beiträge zur Geschichte der Stadt, Ravensburg 1998, S. 129, 417-419, 436, 446.

Weik 2003, S. 156.

Kühnel 2009, S. 38.