Frei nennt Probleme bei Kabinettsumbildung «Pech»

Thorsten Frei meint: Auch in der Politik kann man einfach mal Pech haben.
Bernd Weißbrod/dpa
Der designierte Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) führt die Probleme von Kanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Umbildung seiner Regierungsmannschaft auf Pech zurück. «Es gibt auch in der Spitzenpolitik das Problem, dass man Pech haben kann», sagte Frei bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Stuttgart.
Frei wurde bei der Veranstaltung auf die Hängepartie um die Besetzung des Verkehrsministeriums angesprochen. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte einzelnen Bundestagsabgeordneten am frühen Morgen in einer SMS mitgeteilt, dass der Kanzler ihn entlassen werde und dies bei dem Pressetermin um 9.00 im Kanzleramt verkünden würde. Das tat Merz aber nicht. Wie später bekannt wurde wohl deswegen, weil der vorgesehene Nachfolger, der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler, kurzfristig am Morgen aus fachlichen Gründen abgesagt hatte. Wie es in dem Ministerium nun weitergehen soll, ist nicht klar.
Aus Sicht von Frei war diese Hängepartie nicht vermeidbar. «So wie das jetzt gelaufen ist, das kann man ehrlicherweise nicht ausschließen. Das kann passieren», sagte Frei, der kommenden Mittwoch als Nachfolger von Jens Spahn (CDU) zum neuen Chef der Unionsfraktion gewählt werden soll.
Der Wechsel von Frei an die Fraktionsspitze löste die Kabinettsumbildung überhaupt erst aus. Als Nachfolgerin von Frei im Kanzleramt benannte Merz am Freitag die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Ihren Job soll künftig der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann übernehmen.
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