Süle spielt in der Kreisliga - Auftakt mit Tor und Klatsche

Niklas Süle löste Trubel beim SV Tiefenbach aus.

In ungewohnt offensiver Rolle hat der frühere Fußball-Nationalspieler Niklas Süle sein Kreisliga-Abenteuer begonnen. Der 30-Jährige kickt in dieser Saison für den SV Tiefenbach im Landkreis Karlsruhe. Drei Monate nach seinem Abschied von Borussia Dortmund spielte Süle im zentralen Mittelfeld und Sturm - statt wie in seiner Profi-Karriere gewohnt in der Abwehr. 

Trotz eines Kopfball-Treffers des früheren Champions-League-Siegers kassierte Tiefenbach gegen den Landesliga-Absteiger SG Kirchardt eine deutliche 2:7 (0:3)-Schlappe. Ob es ihm Spaß gemacht habe? «So viel wie ein 7:2 Spaß macht», antwortete Süle. Er habe sich vorgenommen, heute keine Interviews zu geben. 

Süle verkürzt per Kopfball-Tor

Vor rund 500 Zuschauern, auf einem Spielfeld mit der Bratwurst-Bude fast an der Eckfahne und bei 32 Grad Celsius war der ehemalige Bayern-Profi zunächst kaum ins Spiel eingebunden. Süle, den Fitness-Diskussionen in seiner Karriere begleiteten, wurde mit zunehmendem Spielverlauf in der zweiten Hälfte aber aktiver. Nach einer Ecke köpfte er zum 2:6 ein (75. Minute) und spielte durch.

Nur drei Trainingseinheiten mit dem Team vor dem Auftakt

Süle habe nur dreimal vorher mit der Mannschaft trainiert, sagte Trainer Jason Walzel. Man habe hochverdient verloren. «Vielleicht lässt der Trubel auch langsam nach und wir können uns aufs Fußballspielen konzentrieren», so der Coach und meinte: «Niklas ist ja noch nicht so lange da. Er muss auch erst mal wieder reinfinden.»

Walzel ist einer von Süles Freunden, über die das Engagement beim SV Tiefenbach zustande kam. «Nach 13 Jahren Profifußball ist es für mich ein absolutes Geschenk, mit meinen Kumpels auf dem Platz stehen zu dürfen und die Freude an diesem wundervollen Sport noch einmal in vollen Zügen genießen zu können», hatte Süle bei der Bekanntgabe des Wechsels gesagt.

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