Ständiger Ausschuss wählt eine Vertreterin und einen Vertreter der jungen Erwachsenen in den SWR Rundfunkrat
Stuttgart. Der Ständige Ausschuss des Landtags hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 16. Juli 2026, über die Entsendung einer Vertreterin und eines Vertreters der jungen Erwachsenen in den SWR Rundfunkrat entschieden. Das Gremium votierte im Anschluss an eine persönliche Vorstellung von sechs Bewerberinnen und Bewerbern in geheimer Wahl für Patricia Schmid aus Baden-Baden und Moritz Fritz aus Emmendingen, wie der Vorsitzende des Ausschusses, der CDU-Abgeordnete Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, mitteilte. Zudem stimmte das Gremium für zwei Nachrückerinnen und zwei Nachrücker, die im Fall eines vorzeitigen Ausscheidens der Gewählten den jeweiligen Platz übernehmen.
Reinhart zufolge sieht der Zweite SWR-Änderungsstaatvertrag als neue Mitglieder im SWR Rundfunkrat insgesamt drei Vertreterinnen und Vertreter der „jungen Erwachsenen“ im Alter von 18 bis 29 Jahren vor, wovon zwei Mitglieder aus Baden-Württemberg und ein Mitglied aus Rheinland-Pfalz entsandt werden. Da die Mitglieder keiner Organisation oder Institution angehörten, von der sie entsendet werden, sehe der Staatsvertrag ein Bewerbungs- und Auswahlverfahren bei den jeweiligen Landtagen vor. In Baden-Württemberg sei der Ständige Ausschuss zuständig, der seine Auswahlentscheidung mit einer Zweidrittelmehrheit treffe.
Dem Vorsitzenden zufolge haben sich in Baden-Württemberg 58 Personen für die Entsendung in den Rundfunkrat beworben, darunter 19 Frauen und 39 Männer. Zu den Bewerbungsunterlagen habe unter anderem ein Motivationsvideo und ein Motivationsschreiben gehört. Aus allen eingegangenen Bewerbungen hätten die Fraktionen eine Vorauswahl getroffen und drei Bewerberinnen und drei Bewerber zu einer kurzen persönlichen Vorstellung in die Ausschusssitzung eingeladen.