Ständiger Ausschuss wählt Mitglieder für den SWR-Rundfunkrat aus
Stuttgart. Der Ständige Ausschuss hat in seiner Sitzung am Montag, 27. April 2026, über die Auswahl von Mitgliedern für den Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) entschieden. Der Ausschuss wählte aus insgesamt 23 Bewerberinnen und Bewerbern neun Vertreterinnen und Vertreter aus, die für verschiedene Organisationen und Verbände in das SWR-Gremium entsandt werden. Zuvor hatten sich alle zur Auswahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten kurz persönlich den Mitgliedern des Ausschusses vorgestellt, teilte der Ausschussvorsitzende Guido Wolf (CDU) mit. „Es war mir ein großes Anliegen, die Wahl der Mitglieder noch in dieser Wahlperiode durchzuführen“, betonte Wolf. Die noch ausstehende Wahl der Jugendvertretung solle zeitnah in der 18. Wahlperiode erfolgen.
Dem Vorsitzenden zufolge haben die entsendungsberechtigten Organisationen im Rahmen des Entsendeverfahrens für die siebte Amtszeit des SWR-Rundfunkrats von 2026 bis 2031 in sechs Fällen mehr Personen benannt als Mitglieder zu entsenden sind. Aus diesem Grund kam dem für Rundfunkfragen zuständigen Ausschuss des Landtags, dem Ständigen Ausschuss, die Aufgabe zu, hieraus die entsprechende Anzahl von Mitgliedern auszuwählen.
Laut Guido Wolf hat der Ständige Ausschuss nun folgende Personen für den SWR-Rundfunkrat ausgewählt: Für die Bauern- und Landfrauenverbände Roswitha Geyer-Fäßler (Vorschlag des Landesbauernverbands Baden-Württemberg e.V., des LandFrauenverbands Württemberg-Hohenzollern e.V., des LandFrauenverbands Südbaden und des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands e.V.); für den Landesfamilienrat, Landesfrauenrat, Landesjugendring und Landesseniorenrat Heike Baehrens (Vorschlag des Landesseniorenrats Baden-Württemberg e.V.), Carmen Kremer (Vorschlag des Landesfrauenrats Baden-Württemberg) und erneut Alexander Strobel (Vorschlag des Landesjugendrings Baden-Württemberg e.V.). Für die Hochschulen und Universitäten Prof. Dr. Dr. h. c. Bastian Kaiser (Vorschlag der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg e.V.). Des Weiteren wurden laut dem Ausschussvorsitzenden gewählt: Hartmut Grasmück (Vorschlag des Weissen Rings e.V. Landesbüro Baden-Württemberg) für die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, Weisser Ring e.V.; Ricarda Kaiser (Vorschlag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg und des Grundschulverbands Baden-Württemberg) und Lorenz Springmann (Vorschlag des Landesschülerbeirats, des Landeselternbeirats, der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Baden-Württemberg und des Berufsschullehrerverbands Baden-Württemberg) für die Bildungsverbände und Marc-Oliver Hendriks (Vorschlag des Deutschen Bühnenvereins – Landesverband Baden-Württemberg) für den Deutschen Bühnenverein und Deutschen Komponistenverband.
Der Rundfunkrat setzt sich aus 74 Mitgliedern zusammen. 51 Mitglieder sind aus dem Land Baden-Württemberg und 23 Mitglieder aus dem Land Rheinland-Pfalz entsandt.Mitglied im Rundfunkrat kann nur werden, wer von einer der in § 14 SWR-Staatsvertrag aufgeführten Organisationen in das Gremium entsandt wird. Dazu zählen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Kirche und Religion, Kultur und Bildung, Umweltorganisationen, Sportverbänden und vielen anderen gesellschaftlich relevanten Gruppen. Der Rundfunkrat vertritt die Interessen der Allgemeinheit und überwacht die Einhaltung der Programmgrundsätze. Er berät den Intendanten oder die Intendantin in allgemeinen Programmangelegenheiten.