(Johann) Jakob Weimer

Parlament

1927
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Landesliste)

1933
Reichstag (SPD, Wahlkreis 31 Württemberg)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 25.05.1887, Gültstein (Herrenberg)
Ehe Elise geb. Leibius (1910)
Beruf Mechaniker, Gewerkschaftsfunktionär, Versicherungsvertreter
Kinder 1
Konfession Evangelisch
Verstorben 21.11.1944, Stuttgart

Verfolgung

02.05.1933
Weimer wird am 2. Mai 1933 (vermutlich im Zuge der Besetzung der Büros des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds durch die NS-Behörden) verhaftet und vorübergehend im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen.

05.05.1933
Weimer ist Bezirksleiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) in Stuttgart. Am 5. Mai 1933 wird er aus politischen Gründen entlassen. In der Folge ist er bis März 1934 arbeitslos.

August 1944
Weimer soll im August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und in »Schutzhaft« genommen werden. Er ist jedoch schwer erkrankt und wird für haftunfähig befunden, sodass der Haftbefehl nicht vollzogen wird.

Biografie

1893
Volksschule

1901
Ausbildung als Mechaniker

ab 1904
Tätigkeit als Mechaniker

ab 1905
Eintritt in die SPD und den Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV)

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

ab 1920
Gewerkschaftsangestellter

Bezirksleiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Stuttgart

1927
Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes

Juni 1933
Arbeitslos

März 1934
Tätigkeit bei der Filialdirektion Stuttgart der Gisela Lebens- und Aussteuerversicherungs-AG München

September 1936
Arbeitslos

Dezember 1936
Versicherungsinspektor bei der Bezirksdirektion Stuttgart der Atlas-Lebensversicherungs-AG Ludwigshafen

ab Januar 1938
Selbstständiger Versicherungsvermittler auf Provisionsbasis

Kontakt zu den Widerstandskämpfern Wilhelm Leuschner und Carl Friedrich Goerdeler

Literatur

Kurt Leipner (Hrsg.): Chronik der Stadt Stuttgart 1933-1945, Stuttgart 1982, S. 1009.

Schumacher 1991, S. 617.

Schröder 1995, S. 795.

Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (Hrsg.), Christl Wickert (Red.): Der Freiheit verpflichtet. Gedenkbuch der deutschen Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert, Marburg 2000, S. 518.

Raberg 2001, S. 996.

Weik 2003, S. 322.

Dokumente

Schreiben des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds

Weimer wurde am 5. Mai 1933 als Bezirkleiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Stuttgart entlassen.