(Johann) Jakob Weimer

Verfolgung
02.05.1933
Weimer wird am 2. Mai 1933 (vermutlich im Zuge der Besetzung der Büros des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds durch die NS-Behörden) verhaftet und vorübergehend im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen.
05.05.1933
Weimer ist Bezirksleiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) in Stuttgart. Am 5. Mai 1933 wird er aus politischen Gründen entlassen. In der Folge ist er bis März 1934 arbeitslos.
August 1944
Weimer soll im August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und in »Schutzhaft« genommen werden. Er ist jedoch schwer erkrankt und wird für haftunfähig befunden, sodass der Haftbefehl nicht vollzogen wird.
Biografie
1893
Volksschule
1901
Ausbildung als Mechaniker
ab 1904
Tätigkeit als Mechaniker
ab 1905
Eintritt in die SPD und den Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV)
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
ab 1920
Gewerkschaftsangestellter
Bezirksleiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Stuttgart
1927
Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes
Juni 1933
Arbeitslos
März 1934
Tätigkeit bei der Filialdirektion Stuttgart der Gisela Lebens- und Aussteuerversicherungs-AG München
September 1936
Arbeitslos
Dezember 1936
Versicherungsinspektor bei der Bezirksdirektion Stuttgart der Atlas-Lebensversicherungs-AG Ludwigshafen
ab Januar 1938
Selbstständiger Versicherungsvermittler auf Provisionsbasis
Kontakt zu den Widerstandskämpfern Wilhelm Leuschner und Carl Friedrich Goerdeler
Literatur
Kurt Leipner (Hrsg.): Chronik der Stadt Stuttgart 1933-1945, Stuttgart 1982, S. 1009.
Schumacher 1991, S. 617.
Schröder 1995, S. 795.
Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (Hrsg.), Christl Wickert (Red.): Der Freiheit verpflichtet. Gedenkbuch der deutschen Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert, Marburg 2000, S. 518.
Raberg 2001, S. 996.
Weik 2003, S. 322.