(Karl) Bernhard Meißner

Parlament

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der DVP)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Sozialistische Arbeiterpartei (SAP)

nach 1945 Demokratische Volkspartei (DVP)
Freie Demokratische Partei (FDP)
Geburt 09.08.1902, Zschochau (Ostrau)
Ehe Verheiratet
Beruf Kaufmännischer Angestellter, Leiter eines Druck- und Verlagshauses
Kinder 5
Konfession Evangelisch
Verstorben 13.05.1975, Mannheim

Verfolgung

12.04.1936
Meißner ist 1933 und 1934 für die verbotene Sozialistische Arbeiterpartei (SAP) tätig. Er zahlt Mitgliedsbeiträge, bezieht illegale Druckschriften und übernimmt vermutlich Kurierdienste. Im 12. April 1935 wird Meißner deshalb verhaftet und in Dresden in Untersuchungshaft genommen. Am 5. Mai 1936 verurteilt ihn das Oberlandesgericht Dresden wegen gemeinschaftlicher Vorbereitung des Hochverrats zu einem Jahr und sechs Monaten Haft (unter Anrechnung der bereits verbüßten Untersuchungshaft) und zu zwei Jahren Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Am 28. Mai 1936 wird Meißner in das Zuchthaus Zwickau überstellt. Dort wird er am 5. November 1936 aus der Haft entlassen.

Biografie

Sohn eines Maurers

1909
Volksschule in Ostrau

1917
Kaufmännische Lehre in Ostrau, gleichzeitig Besuch der Handelsschule in Döbeln

1920
Kaufmännischer Angestellter in verschiedenen Firmen in Ostrau

1921
Mitglied der SPD

1930
Arbeitslos

1931
Buchhalter und Lagerist bei J. Leibstein & Co. in Leipzig

1932
Eintritt in die SAP

vor 1933
Eintritt in den Gewerkschaftsbund der Angestellten (GDA)

1934
Buchhalter und Lagerist bei Hoffner-Moses & Co. in Leipzig

1936
Buchhalter bei J. Leibstein & Co. in Leipzig

1937
Buchhalter im grafischen Fachgeschäft Alfred Krug in Leipzig

1938
Geschäftsführer beim Deutschen Druck- und Verlagshaus Alfred Krug in Mannheim

1939
Geschäftsführer, ab 1940 Prokurist beim Deutschen Druck- und Verlagshaus Jul. Waldkirch & Cie. in Mannheim

1941
Kriegsdienst in der Wehrmacht, aus gesundheitlichen Gründen entlassen

1944
Geschäftsführer und Prokurist beim Deutschen Druck- und Verlagshaus Jul. Waldkirch & Cie. in Mannheim

1948
Stadtrat in Mannheim

1950
Meißner betreibt ein eigenes Verlagshaus für Fotografie und Plakatwerbung in Mannheim.

Literatur

Brach 1984, S. 86.

Weik 2003, S. 99.

Dokumente

Anzeige über die Haftentlassung von Bernhard Meißner

Meißner wurde am 2. September 1936 aus der Haft im Zuchthaus Zwickau entlassen.