(Karl) Bernhard Meißner

Verfolgung
12.04.1936
Meißner ist 1933 und 1934 für die verbotene Sozialistische Arbeiterpartei (SAP) tätig. Er zahlt Mitgliedsbeiträge, bezieht illegale Druckschriften und übernimmt vermutlich Kurierdienste. Im 12. April 1935 wird Meißner deshalb verhaftet und in Dresden in Untersuchungshaft genommen. Am 5. Mai 1936 verurteilt ihn das Oberlandesgericht Dresden wegen gemeinschaftlicher Vorbereitung des Hochverrats zu einem Jahr und sechs Monaten Haft (unter Anrechnung der bereits verbüßten Untersuchungshaft) und zu zwei Jahren Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Am 28. Mai 1936 wird Meißner in das Zuchthaus Zwickau überstellt. Dort wird er am 5. November 1936 aus der Haft entlassen.
Biografie
Sohn eines Maurers
1909
Volksschule in Ostrau
1917
Kaufmännische Lehre in Ostrau, gleichzeitig Besuch der Handelsschule in Döbeln
1920
Kaufmännischer Angestellter in verschiedenen Firmen in Ostrau
1921
Mitglied der SPD
1930
Arbeitslos
1931
Buchhalter und Lagerist bei J. Leibstein & Co. in Leipzig
1932
Eintritt in die SAP
vor 1933
Eintritt in den Gewerkschaftsbund der Angestellten (GDA)
1934
Buchhalter und Lagerist bei Hoffner-Moses & Co. in Leipzig
1936
Buchhalter bei J. Leibstein & Co. in Leipzig
1937
Buchhalter im grafischen Fachgeschäft Alfred Krug in Leipzig
1938
Geschäftsführer beim Deutschen Druck- und Verlagshaus Alfred Krug in Mannheim
1939
Geschäftsführer, ab 1940 Prokurist beim Deutschen Druck- und Verlagshaus Jul. Waldkirch & Cie. in Mannheim
1941
Kriegsdienst in der Wehrmacht, aus gesundheitlichen Gründen entlassen
1944
Geschäftsführer und Prokurist beim Deutschen Druck- und Verlagshaus Jul. Waldkirch & Cie. in Mannheim
1948
Stadtrat in Mannheim
1950
Meißner betreibt ein eigenes Verlagshaus für Fotografie und Plakatwerbung in Mannheim.
Literatur
Brach 1984, S. 86.
Weik 2003, S. 99.