Albert Pflüger

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Landesliste)

1920
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Wahlkreis Württemberg 3 Stuttgart Amt-Leonberg, ab 1924 Wahlverband Böblingen-Esslingen-Kirchheim-Nürtingen-Stuttgart Amt, ab 1928 Wahlverband Stuttgart Amt-Leonberg, ab 1933 Landesliste)

1946
Vorläufige Volksvertretung Württemberg-Baden (Vertreter der SPD)

1946
Verfassungsgebende Landesversammlung Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 23 Nürtingen)

1946
Landtag Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 23 Nürtingen, ab 1950 Wahlkreis 12 Nürtingen)

1952
Verfassungsgebende Landesversammlung Baden-Württemberg (SPD, Wahlkreis Nürtingen)

1953
Landtag Baden-Württemberg (SPD, Wahlkreis Nürtingen)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 07.11.1879, Dettingen unter Teck
Erste Ehe
Berta geb. Benz (1908)
Zweite Ehe
Marta geb. P. ()
Beruf Schriftsetzer, Beamter, Amtsleiter
Kinder 2
Konfession Evangelisch
Verstorben 11.05.1965, Stuttgart

Verfolgung

17.03.1933
Pflüger ist Oberregierungsrat im württembergischen Wirtschaftsministerium in Stuttgart. Am 17. März 1933 wird er aus politischen Gründen zunächst für drei Monate suspendiert. Am 17. April 1933 erfolgt seine Entlassung auf der Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.

13.06.1933
Pflüger wird am 13. Juni 1933 verhaftet und vorübergehend in »Schutzhaft« genommen. Zunächst ist er im Polizeigefängnis Stuttgart, später im Konzentrationslager Heuberg inhaftiert.

22.08.1944
Pflüger wird am 22. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und im Konzentrationslager Dachau (Häftlingsnummer 93048) in »Schutzhaft« genommen. Am 23. November 1944 wird Pflüger aus der Haft entlassen.

Biografie

Sohn eines Schreiners

1886
Volksschule in Dettingen

1893
Lehre als Schriftsetzer in Kirchheim, anschließend Wanderschaft, unter anderem in Baden

Mitglied der SPD und der Buchdruckergewerkschaft

ab 1904
Tätigkeit im Landessekretariat der SPD

1905
Mitglied des Bürgerausschusses Stuttgart

1908
Redakteur der SPD-Zeitung »Schwäbische Tagwacht« in Stuttgart

1914
Mitglied der württembergischen Landstände

1919
Leiter des Landesbrennstoffamtes in Stuttgart

Juli 1922
Regierungsrat im württembergischen Arbeits- und Ernährungsministerium

1928
Präsident des württembergischen Landtags

April 1930
Oberregierungsrat im württembergischen Wirtschaftsministerium

ab 1933
Nach seiner Entlassung als Oberregierungsrat Tätigkeit als Gelegenheitsarbeiter, Versicherungsvertreter und Erntehelfer

1945
Präsident des Landesgewerbeamtes, ab Januar 1946 im Range eines Ministerialrates

Rezeption

1929
Ehrenbürger der Technischen Hochschule Stuttgart

1951
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

1954
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

Emil Obermann (Bearb.): Obertürkheimer Ortsgeschichte, Stuttgart-Obertürkheim 1990, S. 286-287.

Schumacher 1995, S. 119.

Frank Raberg: Albert Pflüger. Parlamentarier zwischen Monarchie und Bundesrepublik, in: Schwäbische Heimat, 47, 1996, S. 135-147.

Mittag 1997, S. 177.

Frank Raberg: Albert Pflüger, in: Baden-Württembergische Biographien, 2, 1999, S. 349-352.

Raberg 2001, S. 664-666.

Weik 2003, S. 111.