Karl Kienle

Verfolgung
28.03.1933
Kienle wird am 28. März 1933 verhaftet und im Militärarresthaus Ulm in »Schutzhaft« genommen. Am 19. April 1933 wird er aus der Haft entlassen.
05.10.1933
Kienle ist Lehrer am Realgymnasium in Geislingen. Am 5. Oktober 1933 wird er durch Entschließung des Reichsstatthalters Wilhelm Murrs aus politischen Gründen entlassen. Die rechtliche Grundlage dafür bildet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.
Biografie
Volksschule
Realgymnasium in Schwäbisch Gmünd
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
1920
Dienstprüfung als Lehrer in neusprachlicher Richtung
1920
Hilfslehrer am Realgymnasium in Göppingen
Juli 1927
Studienrat am Realgymnasium in Geislingen an der Steige
Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold
1945
Mehrfach Amtsverweser des Oberbürgermeisters in Geislingen an der Steige
ab 1946
Stadtrat in Geislingen an der Steige
Mitglied des Kreistags des Landkreises Göppingen
ab Dezember 1946
Vorsitzender der Spruchkammer Geislingen an der Steige
Literatur
Gunther Mai: Die Geislinger Metallarbeiterbewegung zwischen Klassenkampf und Volksgemeinschaft 1931-1933/34, Düsseldorf 1984, S. 76, 95.
Weik 2003, S. 75.
Stadtarchiv Geislingen an der Steige (Hrsg.): Zeitpunkte der Stadtgeschichte. Vor 125 Jahren: 7. November 1891. Gründung des SPD-Ortsvereins Geislingen-Altenstadt-Kuchen, Geislingen an der Steige 2016, S. 7.