Wilhelm Benz

Verfolgung
27.03.1933
Benz wird am 27. März 1933 verhaftet und in Heidenheim in »Schutzhaft« genommen. Am 29. März 1933 wird er aus der Haft entlassen.
31.03.1933
Benz ist Geschäftsführer und Redakteur der Heidenheimer SPD-Zeitung »Volkswacht«. Als die Zeitung von den NS-Behörden verboten wird, wird Benz am 31. März 1933 fristlos entlassen.
24.04.1933
Benz wird am 24. April 1933 verhaftet und im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen. Am 4. August 1933 wird er aus der Haft entlassen.
Biografie
Volksschule in Schnaitheim
Lehre als Schreiner in Schnaitheim
1875
Eintritt in den Tischlergehilfenverband Frankenthal
Wanderschaft als Schreinergeselle, unter anderem in Worms, Wiesbaden, Köln und Düsseldorf
1885
Eintritt in den Holzarbeiterverband und den Zentralverband der Angestellten
1888
Eintritt in die SPD
um 1900
Modellschreiner bei der Firma Voith
Gründungsmitglied zahlreicher Heidenheimer Gewerkschaften
1905
Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Heidenheim
1906
Mitgründer des Konsumvereins in Heidenheim, 1912 dessen Vorsitzender, 1914 dessen Lagerhalter
ab 1908
Selbstständiger Schreinermeister
1908
Mitglied des Gemeinderats in Heidenheim
1911
Mitglied der Heidenheimer Amtsversammlung
1912
Mitglied der württembergischen Landstände
nach 1920
Redakteur sowie Anzeigen- und Betriebsleiter der »Heidenheimer Volkszeitung«, einer Nebenausgabe der Ulmer SPD-Zeitung »Donau-Wacht«
1926
Redakteur und Geschäftsführer der Heidenheimer SPD-Zeitung »Volkswacht«
nach 1933
Selbstständiger Schreinermeister
1939
Ruhestand
nach 1945
Benz ist führend beteiligt am Wiederaufbau der Heidenheimer SPD und der Gewerkschaften.
Literatur
Gerhard Schweier: Namhafte Heidenheimer, Heidenheim 1968, 1, S. 14.
Jürgen Bohnert: Die Gewerkschaften werden zerschlagen, in: Heidenheim zwischen Hakenkreuz und Heidenkopf. Eine lokale Dokumentation zur Nazi-Zeit, hrsg. von Heiner Kleinschmidt, Jürgen Bohnert, Heidenheim 1983, S. 39-45.
Schröder 1995, S. 365.
Mittag 1997, S. 159.
Raberg 2001, S. 53.
Weik 2003, S. 309.