Wilhelm Benz

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Landesliste)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 26.04.1868, Schnaitheim (Heidenheim an der Brenz)
Erste Ehe
Anna Elisabeth geb. Heidmann (1892)
Zweite Ehe
Marie Sofie geb. Birkmeyer (1903)
Beruf Schreiner, Zeitungsredakteur
Kinder 8
Konfession Evangelisch, später konfessionslos
Verstorben 09.03.1954, Heidenheim an der Brenz

Verfolgung

27.03.1933
Benz wird am 27. März 1933 verhaftet und in Heidenheim in »Schutzhaft« genommen. Am 29. März 1933 wird er aus der Haft entlassen.

31.03.1933
Benz ist Geschäftsführer und Redakteur der Heidenheimer SPD-Zeitung »Volkswacht«. Als die Zeitung von den NS-Behörden verboten wird, wird Benz am 31. März 1933 fristlos entlassen.

24.04.1933
Benz wird am 24. April 1933 verhaftet und im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen. Am 4. August 1933 wird er aus der Haft entlassen.

Biografie

Volksschule in Schnaitheim

Lehre als Schreiner in Schnaitheim

1875
Eintritt in den Tischlergehilfenverband Frankenthal

Wanderschaft als Schreinergeselle, unter anderem in Worms, Wiesbaden, Köln und Düsseldorf

1885
Eintritt in den Holzarbeiterverband und den Zentralverband der Angestellten

1888
Eintritt in die SPD

um 1900
Modellschreiner bei der Firma Voith

Gründungsmitglied zahlreicher Heidenheimer Gewerkschaften

1905
Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Heidenheim

1906
Mitgründer des Konsumvereins in Heidenheim, 1912 dessen Vorsitzender, 1914 dessen Lagerhalter

ab 1908
Selbstständiger Schreinermeister

1908
Mitglied des Gemeinderats in Heidenheim

1911
Mitglied der Heidenheimer Amtsversammlung

1912
Mitglied der württembergischen Landstände

nach 1920
Redakteur sowie Anzeigen- und Betriebsleiter der »Heidenheimer Volkszeitung«, einer Nebenausgabe der Ulmer SPD-Zeitung »Donau-Wacht«

1926
Redakteur und Geschäftsführer der Heidenheimer SPD-Zeitung »Volkswacht«

nach 1933
Selbstständiger Schreinermeister

1939
Ruhestand

nach 1945
Benz ist führend beteiligt am Wiederaufbau der Heidenheimer SPD und der Gewerkschaften.

Literatur

Gerhard Schweier: Namhafte Heidenheimer, Heidenheim 1968, 1, S. 14.

Jürgen Bohnert: Die Gewerkschaften werden zerschlagen, in: Heidenheim zwischen Hakenkreuz und Heidenkopf. Eine lokale Dokumentation zur Nazi-Zeit, hrsg. von Heiner Kleinschmidt, Jürgen Bohnert, Heidenheim 1983, S. 39-45.

Schröder 1995, S. 365.

Mittag 1997, S. 159.

Raberg 2001, S. 53.

Weik 2003, S. 309.