CDU-Abgeordneter Thomas Strobl zum Landtagspräsidenten gewählt

Stuttgart. In seiner Konstituierenden Sitzung am Dienstag, 12. Mai 2026, hat der Landtag von Baden-Württemberg den CDU-Abgeordneten Thomas Strobl zum Präsidenten gewählt. 103 Abgeordnete stimmten für ihn. Es gab 52 Gegenstimmen und eine Enthaltung. Eine Stimme entfiel auf eine andere Person.

Nach seiner Wahl dankte Thomas Strobl für das ihm seitens der Abgeordneten entgegengebrachte Vertrauen. „Mit Respekt, mit Ehrfurcht und auch mit Demut stehe ich vor dieser neuen Aufgabe. Und ich verspreche Ihnen, all meine Kraft für dieses Amt einzusetzen und diesem Hohen Hause und unserem Land zu dienen“, erklärte der neue Landtagspräsident. Die parlamentarische Demokratie sei kein Selbstzweck. „Wir alle haben eine dienende Funktion. Und in Wahrheit geht es um eine einfache Sache: das Leben der Menschen besser zu machen“, so Strobl. 

Der Landtagspräsident, der zuvor während zwei Wahlperioden Innenminister des Landes gewesen war, erklärte, er werde „in der Funktion, die Sie mir nun ehrenvollerweise übertragen haben, alles tun, um die Würde dieses Hauses zu verteidigen“. Der Landtag sei das „Herz der Demokratie in Baden-Württemberg“. Es sei der Ort, „an dem sich der Wille des Volkes artikuliert, an dem der Wille des Volkes zum Ausdruck kommt“. 

Strobl zitierte den Bundespräsidenten Theodor Heuss, der Baden-Württemberg einmal als „Modell deutscher Möglichkeiten“ bezeichnet hatte. Dieser Gedanke dürfe dem Land kurz vor seinem 75. Geburtstag Mut machen, so Strobl. Dies könne zugleich eine Ermutigung für die Koalitionäre sein, die am morgigen Mittwoch einen Ministerpräsidenten wählen und eine Landesregierung bestätigen. Er wünsche allen, die künftig Regierungsverantwortung für Baden-Württemberg tragen, „eine glückliche Hand, viel Erfolg und Gottes Segen“. 

Zur stellvertretenden Landtagspräsidentin wurde die bisherige Präsidentin Muhterem Aras (Grüne) gewählt. 106 Abgeordnete stimmten für sie. Es gab zwölf Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Auf den AfD-Abgeordneten Joachim Kuhs entfielen 33 Stimmen. Ungültig waren zwei. 

Dr. Wolfgang Reinhart (CDU) hatte als Alterspräsident die Sitzung eröffnet und die 157 Abgeordneten, darunter 71 neue, begrüßt. „Wir vertreten in diesem Hause nicht nur diejenigen, die gewählt haben oder die uns gewählt haben. Wir sind keine Vertreter soziokultureller Gruppierungen, sondern stets Vertreter des ganzen Volkes von Baden-Württemberg, so steht es in der Verfassung geschrieben“, so Dr. Reinhart.