Freude über Start des Verbunds der beiden Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim

Stuttgart. Ministerin Petra Olschowski hat den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst am Mittwoch, 21. Januar 2026, in einem mündlichen Bericht abschließend über den engen Verbund der beiden Universitätskliniken in Heidelberg und Mannheim informiert. Das hat die Vorsitzende Nese Erikli (Grüne) mitgeteilt. „Der neue Verbund stellt europaweit eine der größten Universitätskliniken dar und ist ein Projekt mit internationaler Strahlkraft“, sagte Erikli.

Über viele Sitzungen hinweg hatte dieses Thema den Wissenschaftsausschuss begleitet, der sich kontinuierlich von der Ministerin über den aktuellen Stand informieren ließ. In der letzten Sitzung des Wissenschaftsausschusses in dieser Legislatur habe die Ministerin den offiziellen Start vermeldet. Das Ziel, Start zum 1. Januar 2026, sei gehalten worden, habe Olschowski ausgeführt. Im Dezember seien die Verträge unter Dach und Fach gebracht worden, die Novelle des Universitätsklinika-Gesetzes, über die der Landtag beraten habe, sei am 15. Dezember 2025 in Kraft getreten, der Festakt habe am 12. Januar im Hörsaal der Heidelberger Kopfklinik stattgefunden. Neuer Vorstandschef des Verbunds sei Hanns-Peter Knaebel, die noch offenen Vorstandsposten sollen zeitnah besetzt werden.

Offiziell habe die Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) AöR die Mehrheit der Gesellschaftsanteile (89,9 Prozent) der Universitätsklinikum Mannheim GmbH von der Stadt Mannheim (noch 10,1 Prozent) zum 1. Januar 2026 übernommen. Das Land trage dadurch fortan die Kosten für die Fehlbeträge des Klinikums, habe die Ministerin erläutert. Ein Name für den neuen Verbund werde derzeit noch gesucht. Insgesamt sei es ein schwieriger und komplizierter Weg gewesen, habe die Ministerin gesagt, so Erikli. Olschowski habe sich beim Ausschuss für die konstruktive Begleitung und auch Förderung des Vorhabens bedankt.

Mit dem Verbund entstehe eines der größten Universitätsklinika Europas mit internationaler Strahlkraft und ein deutschlandweit herausragender universitärer Maximalversorger. Gemeinsam mit der Exzellenzuniversität Heidelberg, ihren beiden Medizinischen Fakultäten in Heidelberg und Mannheim sowie der Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim werde der Verbund den herausragenden Gesundheits- und Medizinstandort der Metropolregion Rhein-Neckar weiter stärken.

Es gehe künftig um medizinische Spitze in der Forschung und natürlich um eine sehr gute medizinische Versorgung, habe die Ministerin betont. Weiter sei es wichtig, an allen baden-württembergischen Unikliniken die Anzahl der Studienplätze zu erhöhen, hier würden alle Standorte gebraucht.

Im Ausschuss sei der Start des Verbunds fraktionsübergreifend begrüßt worden, berichtete die Ausschussvorsitzende Nese Erikli. Die weiteren Entwicklungen werde das Gremium auch in der neuen Legislatur weiterverfolgen.