Landwirtschaftsausschuss berät Entwicklung und Erfolge des Förderprogramms EIP-AGRI
Stuttgart. Der Ausschuss für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat sich am Mittwoch, 20. Januar 2026, mit der Entwicklung und den bisherigen Erfolgen der „Europäischen Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-AGRI) befasst. Die Beratung war auf Antrag der Grünen erfolgt. Ausschussvorsitzender Martin Hahn (Grüne) hat den Ausschuss in der Sitzung geleitet.
In der Sitzung sei erörtert worden, wie die Fördermaßnahme EIP-AGRI in Baden-Württemberg seit ihrem Start im Jahr 2015 umgesetzt worden sei und welche Beiträge sie zur Förderung innovativer Projekte in der Landwirtschaft, im Wein- und Obstbau sowie in verwandten Feldern geleistet habe, teilte Hahn mit. Ziel der Fördermaßnahme sei es, praxisrelevante Lösungen in Kooperation zwischen landwirtschaftlicher Praxis und Forschung zu entwickeln und dauerhaft nutzbar zu machen.
Das Ministerium habe Hahn zufolge dargelegt, dass das Interesse an EIP-AGRI sehr groß sei. Seit Beginn der Fördermaßnahme seien von 193 eingereichten Projektvorschlägen 65 Projektanträge positiv beschieden worden. Weitere zehn Projekte sollen zeitnah einen Zuwendungsbescheid erhalten. Die Höhe des Fördermittelbudgets in Baden-Württemberg habe seit 2015 in Summe rund 63,18 Millionen Euro betragen.
Beraten worden sei zudem, mit welchen thematischen Schwerpunkten sich die geförderten Projekte befassen und wie die Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlicher Praxis, Wissenschaft und Beratung organisiert sei. Die Beiträge der Projekte reichten von digitalen Anwendungen über ökologische Anbauverfahren bis hin zu nachhaltigen Konzepten im Tier- und Pflanzenbau, führte Hahn aus. Das Ministerium habe betont, dass mit der EIP-AGRI ein wertvoller Beitrag zur Förderung innovativer Lösungsansätze in der Landwirtschaft geleistet worden sei. So seien gezielt Projekte mit erwarteten positiven Umweltleistungen ausgewählt worden.
In der Sitzung sei zudem vom Ministerium erläutert worden, dass Ideen und Projektvorschläge für EIP-AGRI-Projekte direkt von Akteurinnen und Akteuren aus der landwirtschaftlichen Praxis eingebracht und gemeinsam mit Wissenschaftspartnern in sogenannten operationellen Gruppen umgesetzt würden. Die Partnerschaften zwischen Praxis und Wissenschaft entlang der Wertschöpfungskette seien dabei als zentraler Erfolgsfaktor des Programms sowie als bedeutender Motor für realitätsnahe und umsetzbare Lösungen genannt worden. Das Programm könne zudem positiv zur Beschleunigung von Innovationsprozessen beitragen. Viele Ergebnisse hätten einen hohen Praxisnutzen für ein sehr breites Themenspektrum und seien skalierbar, gab Hahn die Ausführungen des Ministeriums wieder. „Wir können stolz drauf sein, wie sich die Maßnahme in Baden-Württemberg entwickelt hat“, resümierte Hahn.
Zudem sei in der Sitzung diskutiert worden, welche Anstrengungen unternommen worden sind, um bürokratische Hürden im Projektprozess zu reduzieren, und wie die Innovationspartnerschaft kontinuierlich weiterentwickelt werden könne, um den Anforderungen einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft gerecht zu werden. Dazu habe unter anderem die Einführung von Einheitsbeträgen für alle Personalausgaben in den EIP-Projekten gezählt, wie das Ministerium Hahn zufolge berichtete.