(Gottlieb) Karl Kübler
Verfolgung
01.04.1934
Kübler ist Postbeamter in Geislingen an der Steige. Am 1. April 1934 wird er aus politischen Gründen nach Ravensburg strafversetzt.
Biografie
Sohn eines Bäckermeisters
1887
Volksschule in Feuerbach
1891
Realschule in Stuttgart
Ausbildung zum Postbeamten des mittleren Diensts
1905
Postassistent, später Postsekretär in Geislingen an der Steige
1912
Mitglied des Gemeinderats in Geislingen an der Steige
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Unteroffizier und Offizier beim Landwehr-Infanterieregiment 125, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse, dem Eisernen Kreuz I. Klasse, dem Verwundeten-Abzeichen, dem Ritterkreuz mit Schwertern zum Königlich Württembergischen Friedrichsorden
1918
Mitgründer der DDP in Württemberg
1919
Mitglied des Kreistags von Geislingen an der Steige
01.04.1934
Postbeamter in Ravensburg
01.12.1942
Ruhestand
06.10.1945
Leiter des Postamts in Ravensburg, zunächst als Postamtmann, dann als Oberpostamtmann
1946
Mitglied des Gemeinderats in Ravensburg und des Kreistags
Orts- und Kreisvorsitzender der DVP bzw. FDP in Ravensburg
Rezeption
1953
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Auszeichnung verdienter Männer, in: Neues Vaterland (Beilage zum Südwest-Merkur), 22. Oktober 1953.
Oberpostamtmann a. D. K. K., in: Geislinger Zeitung, 6. August 1955.
Ein aufrechter Demokrat gestorben, in: Neues Vaterland (Beilage zum Südwest-Merkur), 9. September 1955.
Hans Georg Wieck: Christliche und Freie Demokraten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg 1945/46, Düsseldorf 1958, S. 174-175.
Raberg 2001, S. 481-482.
Frank Raberg: Karl Kübler, in: Baden-Württembergische Biographien, 3, 2002, S. 210-212.
Weik 2003, S. 86.