(Karl) Oskar Hofheinz

Verfolgung
01.04.1933
Hofheinz ist Stadtoberschulrat in Heidelberg. Aus politischen Gründen wird er am 1. April 1933 seines Amtes enthoben und in den vorläufigen Ruhestand versetzt. Am 16. März 1934 erfolgt seine endgültige Versetzung in den Ruhestand. (Angeblich erreichte Hofheinz der dienstenthebende Erlass am selben Tag wie die Anerkennungsurkunde für seine 40-jährige Dienstzeit.)
nach 1933
Hofheinz wird nach 1933 mehrfach denunziert und durch die Gestapo verhört. Die genauen Umstände sind unklar.
Biografie
Sohn eines Landwirts
1879
Volksschule in Spöck
1888
Großherzogliche Präparandenanstalt Gengenbach
1890
Lehrerseminar Karlsruhe
1893
Unterlehrer in Konstanz, Gernsbach, Mengen und Haslach
1903
Hauptlehrer in Heidelberg
1912
Stadtverordneter im Bürgerausschuss Heidelberg
1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg im Landsturm im Elsass
1919
Stadtrat in Heidelberg
August 1919
Obmann des Badischen Lehrervereins
Februar 1931
Stadtoberschulrat in Heidelberg
1945
Berufung in den vorläufigen Stadtrat von Heidelberg
Literatur
M. Wolfhard: Oskar Hofheinz. Ein Gedenkblatt dem Schulmann und Politiker, Heidelberg 1946.
Volker Lenhart: Geschichte der Lehrerbewegung in Baden 1926-1976, Bühl 1977, S. 6-10.
Hans-Georg Merz: Beamtentum und Beamtenpolitik in Baden. Studien zu ihrer Geschichte vom Großherzogtum bis in die Anfangsjahre des nationalsozialistischen Herrschaftssystems, Freiburg, München 1985, S. 136, 211-215.
Hans-Georg Merz: Oskar Hofheinz, in: Badische Biographien, 3, 1990, S. 130-132.
Schumacher 1995, S. 71.
Weik 2003, S. 295.