Adolf (Ernst) Geck

Parlament

1920
Reichstag (USPD, ab 1922 SPD, Wahlkreis 35 Baden)

Partei vor 1933 Deutsche Volkspartei (DVP)
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)

nach 1945 -
Geburt 09.02.1854, Offenburg
Ehe Maria geb. Mosmann verw. Schretzmann (1892)
Beruf Druckereibesitzer, Verleger, Redakteur
Kinder 5
Konfession Konfessionslos
Verstorben 13.04.1942, Offenburg

Verfolgung

1933
Geck besitzt eine Druckerei in Offenburg und gibt als Verleger und Redakteur die wöchentlich erscheinende Heimatzeitung »D'r alt Offeburger« heraus. Die Blatt befasst sich in satirischer Form mit sozialen Alltagsproblemen und kommunalpolitischen Ereignissen. Am 8. März 1933 wird »D'r alt Offeburger« durch die NS-Behörden verboten.

Biografie

Sohn eines Gastwirts

Progymnasium in Offenburg

1872
Studium der Ingenieurswissenschaften an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe

1874
Mitglied der Burschenschaft Teutonia

1876
Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger beim 113. Infanterieregiment in Freiburg im Breisgau

1879
Sekretär der Deutschen Volkspartei (DVP) in Frankfurt am Main und Mitarbeiter der »Frankfurter Zeitung«

1881
Übernahme einer Druckerei sowie des dazugehörigen Verlags in Offenburg

1881
Verleger und Redakteur der Zeitung »Der Volksfreund« in Offenburg

Im Zuge des »Sozialistengesetzes« (Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie) als Redakteur zu eineinhalb Jahren Haft und Geldstrafen verurteilt

ab 1885
Mitglied des Bürgerausschusses in Offenburg

1890
Landesvorsitzender der SPD Baden

1897
Mitglied der badischen Ständeversammlung

1898
Mitglied des Reichstags

1899
Verleger und Redakteur des Wochenblatts »D'r alt Offeburger«

1902
Mitglied der Kontrollkommission der SPD

1905
Erneut Mitglied der badischen Ständeversammlung

1917
Mitglied der USPD

1918
Zweiter Vorsitzender des Arbeiterrats in Offenburg

Mitglied der Kontrollkommission der USPD

nach März 1933
Mitarbeiter der »Ortenauer Rundschau« und später der »Offenburger Zeitung«

Literatur

Günther Haselier (Bearb.): Inventar des Nachlasses Adolf Geck im Generallandesarchiv Karlsruhe, Stuttgart 1975.

Erwin Dittler: Adolf Geck, in: Die Ortenau, 62, 1982, S. 212-301.

Erwin Dittler: Adolf Geck, in: Die Ortenau, 63, 1983, S. 234-273.

Clemens Rehm (Bearb.): Schriftlicher Nachlaß Adolf Geck, Karlsruhe 1995.

Erwin Dittler: Ernst Adolf Geck, in: Badische Biographien, 4, 1996, S. 84-85.