Adolf (Ernst) Geck

Verfolgung
1933
Geck besitzt eine Druckerei in Offenburg und gibt als Verleger und Redakteur die wöchentlich erscheinende Heimatzeitung »D'r alt Offeburger« heraus. Die Blatt befasst sich in satirischer Form mit sozialen Alltagsproblemen und kommunalpolitischen Ereignissen. Am 8. März 1933 wird »D'r alt Offeburger« durch die NS-Behörden verboten.
Biografie
Sohn eines Gastwirts
Progymnasium in Offenburg
1872
Studium der Ingenieurswissenschaften an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe
1874
Mitglied der Burschenschaft Teutonia
1876
Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger beim 113. Infanterieregiment in Freiburg im Breisgau
1879
Sekretär der Deutschen Volkspartei (DVP) in Frankfurt am Main und Mitarbeiter der »Frankfurter Zeitung«
1881
Übernahme einer Druckerei sowie des dazugehörigen Verlags in Offenburg
1881
Verleger und Redakteur der Zeitung »Der Volksfreund« in Offenburg
Im Zuge des »Sozialistengesetzes« (Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie) als Redakteur zu eineinhalb Jahren Haft und Geldstrafen verurteilt
ab 1885
Mitglied des Bürgerausschusses in Offenburg
1890
Landesvorsitzender der SPD Baden
1897
Mitglied der badischen Ständeversammlung
1898
Mitglied des Reichstags
1899
Verleger und Redakteur des Wochenblatts »D'r alt Offeburger«
1902
Mitglied der Kontrollkommission der SPD
1905
Erneut Mitglied der badischen Ständeversammlung
1917
Mitglied der USPD
1918
Zweiter Vorsitzender des Arbeiterrats in Offenburg
Mitglied der Kontrollkommission der USPD
nach März 1933
Mitarbeiter der »Ortenauer Rundschau« und später der »Offenburger Zeitung«
Literatur
Günther Haselier (Bearb.): Inventar des Nachlasses Adolf Geck im Generallandesarchiv Karlsruhe, Stuttgart 1975.
Erwin Dittler: Adolf Geck, in: Die Ortenau, 62, 1982, S. 212-301.
Erwin Dittler: Adolf Geck, in: Die Ortenau, 63, 1983, S. 234-273.
Clemens Rehm (Bearb.): Schriftlicher Nachlaß Adolf Geck, Karlsruhe 1995.
Erwin Dittler: Ernst Adolf Geck, in: Badische Biographien, 4, 1996, S. 84-85.