Albert Amann

Verfolgung
01.10.1936
Amann arbeitet als Schiffsobermaschinist beim Konstanzer Betriebswerk. Am 1. Oktober 1936 wird er auf Druck der NS-Behörden vorübergehend zum Karlsruher Rangierbahnhof strafversetzt.
Juni 1937
Amann wird im Juni 1937 aus politischen Gründen als Schiffsobermaschinist in den Ruhestand versetzt.
August 1944
Als ehemaliger Abgeordneter des badischen Landtags soll Amann im August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet werden. Die Verhaftung wird allerdings nicht durchgeführt - augenscheinlich weil die Gestapo Amann zu Hause nicht antrifft.
Biografie
1886
Volksschule
1894
Gewerbeschule und Lehre als Schlosser
Wanderschaft in Süddeutschland und Böhmen
1900
Militärdienst bei einem Pionierbataillon in Kehl
ab 1902
Schlosser bei der badischen Staatseisenbahn
1905
Eintritt in die Zentrumspartei
ab 1905
Tätigkeit als Schiffsheizer bei der Werftenmeisterei in Konstanz
1914
Schlosser bei der Eisenbahnbetriebswerkstätte in Konstanz
1917
Mitglied des Bürgerausschusses in Konstanz
ab 1920
Tätigkeit als Schiffsmaschinist in Konstanz, 1932 Beförderung zum Schiffsobermaschinisten
Mitarbeit bei den Zeitungen »Deutsche Bodenseezeitung«, »Badischer Beobachter« und »Badische Arbeiterzeitung«
Mitglied in verschiedenen Vereinen und Verbänden, unter anderem im Katholischen Gesellenverein, im Christlichen Metallarbeiterverband, im Badischen Lokomotivbeamtenverein, im Badischen Eisenbahnerverband, im Rheinschiffahrtsverband Konstanz
1943
Tätigkeit als Hafenmeister der Reichsbahn in Konstanz
1946
Mitglied der Kreisversammlung Konstanz
1953
Mitglied des Kreistags Konstanz
Rezeption
1959
Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Albert Amann 80 Jahre, in: Südkurier Konstanz, 14. September 1959.
Zum Wohle unseres geliebten Landkreises Konstanz, in: Südkurier Konstanz, 4. November 1959, Nr. 255, S. 8.
Weik 2003, S. 291.
Tobias Engelsing: Albert Amann. Mitbegründer der badischen Republik, in: Die Grenze im Krieg. Der Erste Weltkrieg am Bodensee, hrsg. von Tobias Engelsing, Konstanz 2014, S. 322-323.