Albert Bauer

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung des freien Volksstaates Württemberg (SPD, Landesliste)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 20.10.1883, Schramberg
Ehe Anna geb. Wahl (1913)
Beruf Porzellanmaler, Buch- und Schreibwarenhändler, Redakteur
Kinder 1
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 05.02.1959, Schramberg

Verfolgung

1933
Bauer ist Redakteur der Schramberger SPD-Zeitung »Schwarzwälder Volkswacht«. 1933 wird die Redaktion von den NS-Behörden durchsucht und geschlossen. Bauer wird im Zuge der Schließung einige Tage in »Schutzhaft« genommen und verliert seine Stellung als Redakteur.

22.08.1944
Bauer wird am 22. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« in »Schutzhaft« genommen. Er wird aus Altersgründen am gleichen Tag oder kurz darauf wieder entlassen.

Biografie

1890
Volksschule in Schramberg

Ausbildung als Porzellanmaler

Wanderschaft als Porzellanmalergeselle in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn und Italien

1900
Eintritt in die Gewerkschaft Chemie, Papier und Keramik

1901
Tätigkeit als Porzellanmaler, unter anderem bei der Firma Rosenthal in Selb (Oberfranken)

1905
Eintritt in die SPD

1906
Tätigkeit im Kunstgewerbe und in der Industriemalerei in Wien

1909
Emaillemaler bei der Firma Schweizer & Söhne in Schramberg

um 1910
Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Schramberg

1912
Gründer des Vereins Naturfreunde in Schramberg

1914
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

1918
Mitglied des Schramberger Arbeiterrats

1919
Buchhändler und Besitzer einer Kunst- und Schreibwarenhandlung in Schramberg

Mitbegründer und Redakteur der Zeitung »Schwarzwälder Volkswacht«

Mitbegründer und Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Schramberg

1923
Mitglied des Bezirksrats Oberndorf

1928
Mitglied des Gemeinderats Schramberg

1945
Beirat der Stadt Schramberg

1946
Mitglied des Gemeinderats Schramberg, der Kreisversammlung und des Kreistags Rottweil

Rezeption

1956
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

1998
Namenspatron des Albert-Bauer-Archivs der Arbeiterbewegung im Stadtarchiv Schramberg

Literatur

Schröder 1995, S. 356.

Schumacher 1995, S. 47.

Ursula Krause-Schmitt: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Baden-Württemberg 2, Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen, Frankfurt am Main 1997, S. 121.

Raberg 2001, S. 28.

Gernot Stähle: Das Albert-Bauer-Archiv - Archiv und Bibliothek der Arbeiterbewegung in der Industriestadt Schramberg, in: D' Kräz. Beiträge zur Geschichte der Stadt und Raumschaft Schramberg, 25, 2005, S. 137-141.

Franz Fehrenbacher: Stadtgeschichtliches. Ehrenbürger, Ortsvorsteher, Abgeordnete, Schramberg 1989, S. 163-165.