Alfred Spang
Verfolgung
20.03.1933
Die NSDAP in Bad Krozingen beschließt im März 1933 auf einer Parteiversammlung im Hotel Ochsen einen Protestaufmarsch vor Spangs Wohnhaus in Staufen im Breisgau. Der Aufmarsch wird am 20. März 1933 durchgeführt. Im Zuge des Aufmarschs wird Spang vom NSDAP-Kreisleiter Erley in »Schutzhaft« genommen und im Gefängnis in Freiburg inhaftiert. Am 28. März 1933 wird Spang entlassen mit der Auflage, nicht in den Bezirk Staufen zurückzukehren. Am 14. April 1933 gestatten die NS-Behörden Spang schließlich die Rückkehr nach Staufen im Breisgau.
26.09.1933
Spang ist Bezirkstierarzt in St. Blasien (mit dem Titel Veterinärrat). Am 26. September 1933 wird er auf Antrag des badischen Reichsstatthalters Robert Wagner in den Ruhestand versetzt. Die rechtliche Grundlage dafür bietet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.
Biografie
Volksschule
1895
Studium an der tierärztlichen Hochschule Stuttgart
1899
Approbation als Tierarzt
1899
Militärdienst als Einjähriger Freiwilliger
1903
Staatstierärztliche Dienstprüfung in Karlsruhe
1903
Grenztierarzt in Waldshut
1911
Bezirkstierarzt in St. Blasien
1913
Mitglied der badischen Ständeversammlung
1915
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
1933
Ruhestand
Literatur
Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift, 37, 1921, S. 96.
Weik 2003, S. 302.
Braun 2009, S. 292, 418, 622.