Alfred Spang

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Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung der Republik Baden (Zentrumspartei, Wahlkreis 1 Konstanz)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 22.11.1876, Königheim
Ehe Luise, geb. Kaiser (1907)
Beruf Tierarzt
Kinder 6
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 25.11.1955, Bad Krozingen

Verfolgung

20.03.1933
Die NSDAP in Bad Krozingen beschließt im März 1933 auf einer Parteiversammlung im Hotel Ochsen einen Protestaufmarsch vor Spangs Wohnhaus in Staufen im Breisgau. Der Aufmarsch wird am 20. März 1933 durchgeführt. Im Zuge des Aufmarschs wird Spang vom NSDAP-Kreisleiter Erley in »Schutzhaft« genommen und im Gefängnis in Freiburg inhaftiert. Am 28. März 1933 wird Spang entlassen mit der Auflage, nicht in den Bezirk Staufen zurückzukehren. Am 14. April 1933 gestatten die NS-Behörden Spang schließlich die Rückkehr nach Staufen im Breisgau.

26.09.1933
Spang ist Bezirkstierarzt in St. Blasien (mit dem Titel Veterinärrat). Am 26. September 1933 wird er auf Antrag des badischen Reichsstatthalters Robert Wagner in den Ruhestand versetzt. Die rechtliche Grundlage dafür bietet das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.

Biografie

Volksschule

1895
Studium an der tierärztlichen Hochschule Stuttgart

1899
Approbation als Tierarzt

1899
Militärdienst als Einjähriger Freiwilliger

1903
Staatstierärztliche Dienstprüfung in Karlsruhe

1903
Grenztierarzt in Waldshut

1911
Bezirkstierarzt in St. Blasien

1913
Mitglied der badischen Ständeversammlung

1915
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg

1933
Ruhestand

Literatur

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift, 37, 1921, S. 96.

Weik 2003, S. 302.

Braun 2009, S. 292, 418, 622.

Dokumente

Schreiben des badischen Innenministeriums

Am 5. Oktober 1933 teilte das badische Innenministerium Spang seine Entlassung als Bezirkstierarzt in St. Blasien mit.