Anton (Joseph) Weißmann

Verfolgung
10.03.1933
Weißmann ist Regierungsrat in der Presseabteilung des badischen Staatsministeriums in Karlsruhe. Am 10. März 1933 wird aus politischen Gründen und auf Entschließung des Staatsministeriums in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Am 19. April 1933 wird er auf Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums endgültig entlassen.
17.03.1933
Weißmann wird am 17. März 1933 verhaftet und in Karlsruhe in »Schutzhaft« genommen. Am 13. April 1933 wird er aus der Haft entlassen.
Biografie
Sohn eines Kaufmanns
Volksschule in Eschenbach
1886
Lehre als Schriftsetzer in Ansbach
bis 1898
Tätigkeit als Schriftsetzer
1898
Redakteur der SPD-Zeitung »Volksblatt« in Halle an der Saale
1898
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag
1903
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag
1905
Redakteur der SPD-Zeitung »Volksfreund« in Karlsruhe
13 Monate Haft wegen eines Pressevergehens als Redakteur
1908
Stadtverordneter in Karlsruhe
1911
Redakteur der SPD-Zeitung »Volkswacht« in Freiburg im Breisgau
1919
Mitglied der badischen Verfassungskommission
Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold
1919
Angestellter in der Abteilung für Presse im badischen Staatsministerium
1920
Regierungsrat der Pressestelle des badischen Innenministeriums
1932
Leiter der Abteilung für Presse im badischen Staatsministerium
1933
Arbeitslos
Lehrer an einer Privatlehranstalt und an mehreren Schulen
1939
Registraturbeamter bei der Badischen Bank
1942
Angestellter einer Beamtenkrankenkasse
Literatur
Cornelia Rauh-Kühne, Michael Ruck (Hrsg.): Regionale Eliten zwischen Diktatur und Demokratie. Baden und Württemberg 1930-1952, München 1993, S. 48.
Schumacher 1995, S. 173.
Schröder 1995, S. 795-796.
Michael Ruck: Korpsgeist und Staatsbewusstsein. Beamte im deutschen Südwesten 1928 bis 1972. München 1996, S. 142.
Thomas Kurz: Feindliche Brüder im deutschen Südwesten. Sozialdemokraten und Kommunisten in Baden und Württemberg von 1928 bis 1933, Berlin 1996, S. 430, 470.
Weik 2003, S. 303.