Anton (Joseph) Weißmann

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 1 Konstanz)

1921
Landtag der Republik Baden (SPD, Landesliste, ab 1929 Wahlkreis 16 Bretten-Bruchsal)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 16.09.1871, Wolframs-Eschenbach
Ehe Marie geb. Schreiber (1896)
Beruf Regierungsrat, Lehrer, Redakteur, Schriftsetzer, Buchdrucker
Kinder 3
Konfession Konfessionslos
Verstorben 24.12.1945, Karlsruhe

Verfolgung

10.03.1933
Weißmann ist Regierungsrat in der Presseabteilung des badischen Staatsministeriums in Karlsruhe. Am 10. März 1933 wird aus politischen Gründen und auf Entschließung des Staatsministeriums in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Am 19. April 1933 wird er auf Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums endgültig entlassen.

17.03.1933
Weißmann wird am 17. März 1933 verhaftet und in Karlsruhe in »Schutzhaft« genommen. Am 13. April 1933 wird er aus der Haft entlassen.

Biografie

Sohn eines Kaufmanns

Volksschule in Eschenbach

1886
Lehre als Schriftsetzer in Ansbach

bis 1898
Tätigkeit als Schriftsetzer

1898
Redakteur der SPD-Zeitung »Volksblatt« in Halle an der Saale

1898
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag

1903
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag

1905
Redakteur der SPD-Zeitung »Volksfreund« in Karlsruhe

13 Monate Haft wegen eines Pressevergehens als Redakteur

1908
Stadtverordneter in Karlsruhe

1911
Redakteur der SPD-Zeitung »Volkswacht« in Freiburg im Breisgau

1919
Mitglied der badischen Verfassungskommission

Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold

1919
Angestellter in der Abteilung für Presse im badischen Staatsministerium

1920
Regierungsrat der Pressestelle des badischen Innenministeriums

1932
Leiter der Abteilung für Presse im badischen Staatsministerium

1933
Arbeitslos

Lehrer an einer Privatlehranstalt und an mehreren Schulen

1939
Registraturbeamter bei der Badischen Bank

1942
Angestellter einer Beamtenkrankenkasse

Literatur

Cornelia Rauh-Kühne, Michael Ruck (Hrsg.): Regionale Eliten zwischen Diktatur und Demokratie. Baden und Württemberg 1930-1952, München 1993, S. 48.

Schumacher 1995, S. 173.

Schröder 1995, S. 795-796.

Michael Ruck: Korpsgeist und Staatsbewusstsein. Beamte im deutschen Südwesten 1928 bis 1972. München 1996, S. 142.

Thomas Kurz: Feindliche Brüder im deutschen Südwesten. Sozialdemokraten und Kommunisten in Baden und Württemberg von 1928 bis 1933, Berlin 1996, S. 430, 470.

Weik 2003, S. 303.

Dokumente

Schreiben des badisches Staatsministeriums

Das badische Staatsministerium beschloss am 10. März 1933 Weißmann, der als Regierungsrat in der Presseabteilung des Staatsministeriums diente, in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen.