Anton Nassal

Verfolgung
Dezember 1936
Nassal ist Bürgermeister von Hoßkirch. Am 1. September 1937 geht er offiziell aus gesundheitlichen Gründen und auf eigenen Antrag in den Ruhestand. Vermutlich hatten die NS-Behörden jedoch Druck auf Nassal ausgeübt, sein Amt als Bürgermeister niederzulegen. Im Dezember 1936 hatte sich der Landesverband Landwirtschaftlicher Genossenschaften beim württembergischen Innenministerium darüber beschwert, dass Nassal als Landwirt Gerste an die »jüdische« Firma S. Weil in Saulgau verkauft hatte. Daraufhin hatte es im württembergischen Innenministerium Überlegungen gegeben, Nassal als Bürgermeister abzusetzen.
23.08.1944
Nassal wird am 23. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und im Amtsgericht Saulgau in »Schutzhaft« genommen. Am 19. September 1944 wird er aus der Haft entlassen.
Biografie
Volksschule
Tätigkeit als Landwirt
Oktober 1898
Militärdienst
1913
Bürgermeister in Hoßkirch
1914
Während des Ersten Weltkrieges kein Kriegsdienst, da als Bürgermeister von Hoßkirch unabkömmlich
Vorsteher der Spar- und Darlehenskasse Hoßkirch
Mitglied der Kreisversammlung Saulgau
ab April 1946
Kommissarischer Bürgermeister der Gemeinden Hoßkirch und Hüttenreute
Literatur
Raberg 2001, S. 601.
Weik 2003, S. 105.
Thomas Rösslein (Bearb.): Quellen zur Verfassung von Württemberg-Hohenzollern, 1, Stuttgart 2006, S. 337.
Kühnel 2009, S. 38.