Anton Nassal

Parlament

1928
Landtag des freien Volksstaates Württemberg (Zentrumspartei, Wahlverband Saulgau)

1946
Beratende Landesversammlung Württemberg-Hohenzollern (CDU)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 08.05.1877, Hoßkirch (Ravensburg)
Ehe Maria Anna geb. Renn (1906)
Beruf Landwirt, Bürgermeister
Kinder 9
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 01.03.1949, Hoßkirch (Ravensburg)

Verfolgung

Dezember 1936
Nassal ist Bürgermeister von Hoßkirch. Am 1. September 1937 geht er offiziell aus gesundheitlichen Gründen und auf eigenen Antrag in den Ruhestand. Vermutlich hatten die NS-Behörden jedoch Druck auf Nassal ausgeübt, sein Amt als Bürgermeister niederzulegen. Im Dezember 1936 hatte sich der Landesverband Landwirtschaftlicher Genossenschaften beim württembergischen Innenministerium darüber beschwert, dass Nassal als Landwirt Gerste an die »jüdische« Firma S. Weil in Saulgau verkauft hatte. Daraufhin hatte es im württembergischen Innenministerium Überlegungen gegeben, Nassal als Bürgermeister abzusetzen.

23.08.1944
Nassal wird am 23. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und im Amtsgericht Saulgau in »Schutzhaft« genommen. Am 19. September 1944 wird er aus der Haft entlassen.

Biografie

Volksschule

Tätigkeit als Landwirt

Oktober 1898
Militärdienst

1913
Bürgermeister in Hoßkirch

1914
Während des Ersten Weltkrieges kein Kriegsdienst, da als Bürgermeister von Hoßkirch unabkömmlich

Vorsteher der Spar- und Darlehenskasse Hoßkirch

Mitglied der Kreisversammlung Saulgau

ab April 1946
Kommissarischer Bürgermeister der Gemeinden Hoßkirch und Hüttenreute

Literatur

Raberg 2001, S. 601.

Weik 2003, S. 105.

Thomas Rösslein (Bearb.): Quellen zur Verfassung von Württemberg-Hohenzollern, 1, Stuttgart 2006, S. 337.

Kühnel 2009, S. 38.