Emil Limbeck

Verfolgung
21.04.1936
Limbeck bezieht 1934 und 1935 die illegale SPD-Zeitung »Sozialistische Aktion«, wobei er jeweils ein bis zwei Exemplare der Zeitung erhält und möglicherweise weiterverteilt. Am 21. April 1936 wird Limbeck deswegen verhaftet und zunächst in Mannheim inhaftiert. Am 12. November 1936 wird er in das Gerichtsgefängnis Karlsruhe überstellt. Am 22. Dezember 1936 verurteilt das Oberlandesgericht Karlsruhe Limbeck wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 15 Monaten Haft. Am 30. Dezember 1936 wird Limbeck nach Bruchsal und am 4. Januar 1937 nach Schwäbisch Hall verlegt. Dort wird er am 22. Juli 1937 aus der Haft entlassen.
Biografie
Volksschule in Ketsch
Lehre als Möbellackierer
Gewerkschaftsmitglied sowie Mitglied der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ)
Mitglied der SPD
vor 1930
Tätigkeit als Möbellackierer
ab 1930
Arbeitslos
1935
Vorübergehende Anstellung bei der Gartenmöbel- und Rollladenfabrik Eduard Hoffmann in Mannheim
Nach der Entlassung aus der Haft bei verschiedenen Firmen als Aushilfsarbeiter tätig, unter anderem in Seckenheim und Ketsch
Dienstverpflichtet als Hilfsarbeiter am Westwall tätig
1939
Erneut tätig für die Gartenmöbel- und Rollladenfabrik Eduard Hoffmann in Mannheim
ab 1940
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg, 1941 während des Afrika-Feldzugs schwer verwundet
1945
Angestellter der Gemeinde Ketsch
1945
Vorsitzender der SPD Ketsch
Kreisrat im Landkreis Mannheim, dort Vorsitzender der SPD-Fraktion
Rezeption
1978
Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
Literatur
Peter Haungs (Hrsg.): Wahlkampf als Ritual? Studien zur Bundestagswahl von 1969 im Wahlkreis Heidelberg-Mannheim/Land, Meisenheim 1974, S. 90.
Erich Matthias/Hermann Weber: Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Mannheim, Mannheim 1984, S. 178, 197, 491.
Weik 2003, S. 92.
Frank-Uwe Betz: Widerstand und Verfolgung zur NS-Zeit im Raum Schwetzingen, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 155, 2007, S. 481-482, 502.