Ernst Kraft

Parlament

1929
Landtag der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 18 Stadt Mannheim)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 25.10.1880, Danzig
Ehe Johanne Marie geb. Noack (1940)
Beruf Schriftsetzer, Gewerkschaftsfunktionär
Kinder Kinderlos
Konfession Konfessionslos
Verstorben 26.04.1963, Dohna

Verfolgung

März 1933
Kraft wird am 13. März 1933 verhaftet und (zusammen mit anderen Mitgliedern der Mannheimer SPD) im Bezirksgefängnis Mannheim vorübergehend in »Schutzhaft« genommen.

1933
Kraft ist Gewerkschaftssekretär des Buchdruckerverbandes in Mannheim. 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen.

Biografie

1886
Volksschule in Danzig

1897
Lehre als Schriftsetzer

nach 1901
Tätigkeit als Schriftsetzer

ab 1919
Stadtverordneter und Bezirksrat in Mannheim

1921
Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär des Buchdruckerverbandes in Mannheim

1928
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mannheim

September 1943
Übersiedelung nach Dohna, dort Tätigkeit als Buchhändler

Literatur

Rapp 1929, S. 157.

Erich Matthias, Hermann Weber: Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Mannheim, Mannheim 1984, S. 98-100.

Herbert Hoffmann: Im Gleichschritt in die Diktatur? Die nationalsozialistische »Machtergreifung« in Heidelberg und Mannheim 1930-1935, Frankfurt am Main 1985, S. 150.

Schumacher 1995, S. 86.

Weik 2003, S. 297.