Felix Walter

Parlament

1946
Verfassungsgebende Landesversammlung Württemberg-Baden (CDU, Wahlkreis 5 Aalen)

1946
Landtag Württemberg-Baden (CDU, Wahlkreis 5 Aalen)

1948
Parlamentarischer Rat (CDU, Württemberg-Baden)

Partei vor 1933 Deutsche Zentrumspartei

nach 1945 -
Geburt 19.09.1890, Ludwigsburg
Ehe Maria geb. Emer (1919)
Beruf Jurist, Beamter
Kinder 3
Konfession Römisch-katholisch
Verstorben 17.02.1949, Stuttgart

Verfolgung

September 1933
Walter ist Oberregierungsrat im württembergischen Staatsministerium. Im September 1933 gibt es dort Überlegungen, Walter aus politischen Gründen auf der Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zu entlassen. Letztlich wird Walter nicht entlassen (vermutlich weil sich der Rottenburger Bischof Joannes Baptista Sproll am 29. September 1933 in einem Brief an den württembergischen Ministerpräsidenten Christian Mergenthaler für Walter eingesetzt hat), er wird jedoch im November 1933 als Landgerichtsrat zum Landgericht Stuttgart strafversetzt.

1937
Der gläubige Walter schickt seine Kinder auf eine Konfessionsschule. 1937 wird er vom Stuttgarter Oberlandesgerichtspräsidenten Otto Küstner aufgefordert, die Kinder stattdessen auf eine deutsche bzw. öffentliche Schule zu schicken - »im Interesse einer einheitlichen staatspolitischen Erziehung unserer Jugend«.

Biografie

Sohn des Zentrumspolitikers und Landgerichtsdirektors Karl Walter

Gymnasium in Heilbronn und Ellwangen

1908
Abitur

Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Tübingen und Berlin

Mitglied der Studentenverbindung KStV Alamannia Tübingen

1913
Erstes juristisches Staatsexamen

Amtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen

1917
Zweites juristisches Staatsexamen

1918
Hilfsstaatsanwalt in Ulm

1919
Eintritt in die Deutsche Zentrumspartei

1919
Tätigkeit im württembergischen Staatsministerium, dort ab 1928 Regierungsrat und ab 1929 Oberregierungsrat

1924
Vorsitzender der Zentrumspartei in Groß-Stuttgart

November 1933
Landgerichtsrat in Stuttgart

ab 1945
Landgerichtsdirektor für Justiz

1946
Ministerialrat im Justizministerium Württemberg-Baden

1945
Gründungsmitglied der CDU Nordwürttemberg

1948
Mitgründer des Ellwanger Kreises (Diskussionsforum von christlichen Politikern)

Literatur

Frank Raberg: Felix Walter (1890-1949), in: Ellwangener Jahrbuch, 37, 1997/1998, S. 152-163.

Zum 50. Todestag von Felix Walter, in: Ostalb Einhorn, 26, 1999, S. 145.

Weik 2003, S. 155.

Günter Buchstab: Felix Walter, in: In Verantwortung vor Gott und den Menschen. Christliche Demokraten im Parlamentarischen Rat 1948/49, hrsg. von Günter Buchstab, Freiburg im Breisgau 2008, S. 365-373.

Günter Buchstab: Felix Walter, in: Württembergische Biographien, 2, 2011, S. 298-300.