Ferdinand Zeeb

Verfolgung
11.03.1933
Zeeb wird am 11. März 1933 verhaftet und im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen. Am 28. Juli 1933 wird er aus der Haft entlassen.
Juli 1933
Zeeb ist Schriftsetzer bei der Zeitung »Tübinger Chronik«. Als Folge seiner Verhaftung wird er im Juli 1933 entlassen und bleibt bis April 1934 arbeitslos.
Biografie
Volksschule
Lehre als Schriftsetzer
1923
Gründer der KPD Tübingen
1923
Mitglied der Roten Hilfe
1925
Schriftsetzer bei der Zeitung »Tübinger Chronik«
Juli 1933
Arbeitslos
1934
Zeitweilige Aushilfstätigkeit als Schriftsetzer bei A. Brecht
1936
Versicherungsinspektor bei der Baseler Lebensversicherung
1943
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg
ab 1945
Polizeiangestellter in Tübingen
ab 1945
Mitglied der Demokratischen Vereinigung (überparteilicher antifaschistischer Ausschuss) und des Gemeindebeirats in Tübingen
ab 1946
Maßgeblich beteiligt an der Neugründung der Tübinger KPD
ab 1946
Mitglied des Gemeinderats, der Kreisversammlung und des Kreisrats Tübingen
April 1947
Polizeioberkommissar in Tübingen (Zeeb scheidet aus dem Beamtenverhältnis aus, um sein Mandat für den württemberg-hohenzollerischen Landtag wahrnehmen zu können.)
Literatur
DGB Tübingen, Hartmut Boge (Hrsg.): Arbeitertübingen. Zur Geschichte der Arbeiterbewegung in einer Universitätsstadt, Tübingen 1981, S. 185, 231, 241.
Ute Bechdolf, Utz Jeggle (Hrsg.): Nationalsozialismus im Landkreis Tübingen. Eine Heimatkunde, Tübingen 1988, S. 18, 71.
Ursula Krause-Schmitt (Red.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Baden-Württemberg II, Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen, 5, 2, Frankfurt am Main 1997, S. 292.
Michaela Häffner: Die Demokratische Vereinigung 1945-1946. Eine Studie zur Nachkriegsgeschichte am Beispiel Tübingens, Tübingen 1997, S. 27.
Weik 2003, S. 162.
Raberg 2004, S. 433.
Erwin Frauenknecht (Red.): 900 Jahre Hagelloch. Historisches, Natur, Kultur, Tübingen-Hagelloch 2006, S. 42.
Benigna Schönhagen: Tübingen als Landeshauptstadt 1945-1952. So viel Anfang war nie, in: Die Zeit nach dem Krieg. Städte im Wiederaufbau, hrsg. von Karl Moersch, Reinhold Weber, Stuttgart 2008, S. 379.
Kühnel 2009, S. 38, 40.