Ferdinand Zeeb

Parlament

1946
Beratende Landesversammlung Württemberg-Hohenzollern (KPD)

1947
Landtag Württemberg-Hohenzollern (KPD, Wahlkreis Tübingen)

Partei vor 1933 Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

nach 1945 Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
Geburt 03.03.1894, Hagelloch (Tübingen)
Ehe Frida geb. Jung
Beruf Schriftsetzer
Kinder Kinderlos
Konfession Konfessionslos
Verstorben 10.06.1954, Tübingen

Verfolgung

11.03.1933
Zeeb wird am 11. März 1933 verhaftet und im Konzentrationslager Heuberg in »Schutzhaft« genommen. Am 28. Juli 1933 wird er aus der Haft entlassen.

Juli 1933
Zeeb ist Schriftsetzer bei der Zeitung »Tübinger Chronik«. Als Folge seiner Verhaftung wird er im Juli 1933 entlassen und bleibt bis April 1934 arbeitslos.

Biografie

Volksschule

Lehre als Schriftsetzer

1923
Gründer der KPD Tübingen

1923
Mitglied der Roten Hilfe

1925
Schriftsetzer bei der Zeitung »Tübinger Chronik«

Juli 1933
Arbeitslos

1934
Zeitweilige Aushilfstätigkeit als Schriftsetzer bei A. Brecht

1936
Versicherungsinspektor bei der Baseler Lebensversicherung

1943
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg

ab 1945
Polizeiangestellter in Tübingen

ab 1945
Mitglied der Demokratischen Vereinigung (überparteilicher antifaschistischer Ausschuss) und des Gemeindebeirats in Tübingen

ab 1946
Maßgeblich beteiligt an der Neugründung der Tübinger KPD

ab 1946
Mitglied des Gemeinderats, der Kreisversammlung und des Kreisrats Tübingen

April 1947
Polizeioberkommissar in Tübingen (Zeeb scheidet aus dem Beamtenverhältnis aus, um sein Mandat für den württemberg-hohenzollerischen Landtag wahrnehmen zu können.)

Literatur

DGB Tübingen, Hartmut Boge (Hrsg.): Arbeitertübingen. Zur Geschichte der Arbeiterbewegung in einer Universitätsstadt, Tübingen 1981, S. 185, 231, 241.

Ute Bechdolf, Utz Jeggle (Hrsg.): Nationalsozialismus im Landkreis Tübingen. Eine Heimatkunde, Tübingen 1988, S. 18, 71.

Ursula Krause-Schmitt (Red.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Baden-Württemberg II, Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen, 5, 2, Frankfurt am Main 1997, S. 292.

Michaela Häffner: Die Demokratische Vereinigung 1945-1946. Eine Studie zur Nachkriegsgeschichte am Beispiel Tübingens, Tübingen 1997, S. 27.

Weik 2003, S. 162.

Raberg 2004, S. 433.

Erwin Frauenknecht (Red.): 900 Jahre Hagelloch. Historisches, Natur, Kultur, Tübingen-Hagelloch 2006, S. 42.

Benigna Schönhagen: Tübingen als Landeshauptstadt 1945-1952. So viel Anfang war nie, in: Die Zeit nach dem Krieg. Städte im Wiederaufbau, hrsg. von Karl Moersch, Reinhold Weber, Stuttgart 2008, S. 379.

Kühnel 2009, S. 38, 40.