Franz Hund

Verfolgung
April 1933
Hund ist Bezirksleiter des Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften wird er im April 1933 von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) aus diesem Amt entlassen.
15.04.1933
Hund wird am 15. April 1933 in »Schutzhaft« genommen und in Ludwigshafen am Rhein sowie in Hockenheim inhaftiert. Laut eigenen Angaben wird er verdächtigt, »die Gewerkschaften im Saargebiet an die Franzosen verkauft zu haben«. Am 20. Juni 1933 wird Hund aus der Haft entlassen.
Biografie
Volkschule
1905
Eintritt in die SPD
Tätigkeit als Bauarbeiter in verschiedenen deutschen Städten
1908
Mitarbeiter des Städtischen Gaswerks Mannheim, dort unter anderem Tätigkeit als Aufseher und Lokomotivführer
Juli 1918
Bezirksleiter des Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter (Pfalz und Saargebiet)
1929
Vorsitzender der SPD in Ludwigshafen
1933
Arbeitslos
ab 1937
Hund betreibt ein kleines Lebensmittelgeschäft in Hockenheim.
1945
Gründungsmitglied des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) in Mannheim
1945
Bürgermeister von Hockenheim, zunächst von der alliierten Militärregierung kommissarisch ernannt, ab 1948 gewählt
1946
Beteiligt an der Neugründung und Vorsitzender des Ortsvereins des Roten Kreuzes in Hockenheim
Rezeption
Ehrenbürger von Hockenheim
Literatur
Wir stellen vor: Bürgermeister Franz Hund. Zur Hockenheimer Bürgermeisterwahl am 31. Januar, in: Hockenheimer Zeitung, 26.01.1954.
Michael Seidl: Wiederentstehung und Entwicklung der Gewerkschaften in Mannheim und Ludwigshafen von 1945-1949, Neustadt an der Weinstraße 1990, S. 425.
Josef Kaiser (Hrsg.): Dokumente zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Mannheim. Jetzt erst recht! 1945-1990, 2, Mannheim 1993, S. 52.
Kurt Buchter: Hockenheim in Raum und Zeit. Tiefere Einsichten eines Kommunalpolitikers, Schwetzingen 1995, S. 65.
Weik 2003, S. 70.
Franz Anton Bankuti: Auf allen Ebenen für Heimat eingesetzt, in: Hockenheimer Tageszeitung, 30. Oktober 2014.