Fritz Esser

Verfolgung
30.04.1933
Esser arbeitet als Verrichtungskonstrukteur (Maschinentechniker) bei einer Firma in Mannheim. Zum 30. April 1933 wird er aus politischen Gründen entlassen. Nach seiner Entlassung findet Esser aufgrund seiner politischen Vergangenheit als SPD-Mitglied keine Arbeitsstelle. Er eröffnet deshalb 1934 eine Mietwäscherei in Mannheim.
Biografie
Sohn eines Schlossers
1921
Volksschule in Mannheim
1924
Mitglied der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde (RAG)
ab 1928
Mitglied der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ)
1929
Maschinentechnische Fachschule und Lehre als Maschinentechniker bei den Fulmina-Werken Carl Hoffmann bei Mannheim
1932
Tätigkeit als Maschinentechniker
1932
Eintritt in die SPD
August 1933
Reichsarbeitsdienst
ab 1934
Betreiber einer Mietwäscherei in Mannheim
1938
Zunächst Militärdienst, dann Kriegsdienst während des Zweiten Weltkriegs
Anfang 1945
US-amerikanische Kriegsgefangenschaft
1945
Erneut Betreiber einer Mietwäscherei in Mannheim
1946
Mitglied der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken
1948
Vorsitzender der Jungsozialisten Württemberg-Baden
1951
Stadtrat in Mannheim
1953
Vorsitzender des Stadtjugendrings Mannheim
1954
Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Mannheim
1964
Vorsitzender des Deutschen Jugendherbergswerks
1975
Erneut Stadtrat in Mannheim
Rezeption
Namenspatron des Fritz-Esser-Hauses in Mannheim (AWO-Pflegeheim)
Literatur
Brach 1984, S. 40.
Weik 2003, S. 43.