Fritz Lingenberg

Verfolgung
1933
Lingenberg wird 1933 verhaftet und vorübergehende in »Schutzhaft« genommen. Seine Wohnung wird von den NS-Behörden durchsucht.
Biografie
Sohn eines Rechnungsführers der Bodelschwingh'schen Anstalten in Bethel
Volksschule
Lehre als Buchbinder
1909
Eintritt in die SPD und in die Gewerkschaft Deutscher Buchbinderverband
Wanderschaft als Buchbindergeselle in Essen, Stuttgart, München, Schleitz (Vogtland)
Fortbildung durch gewerkschaftliche Abendkurse
1915
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, verwundet an der Somme
1918
Kriegsdienstverpflichtet bei der Firma Gmeinder und Co. in Mosbach, dort Betriebsratsvorsitzender und ehrenamtlicher Ortskartellvorsitzender des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV)
1919
SPD-Kreisvorsitzender in Mosbach
Mitglied der Konsumgenossenschaft
Mitglied der Arbeiterwohlfahrt
ab 1923
Gemeinderat in Mosbach
Tätigkeit als Bürovorsteher und Angestellter
1943
Tätigkeit als selbstständiger Versicherungsvertreter
1945
Kreisrat im Kreis Mosbach
1945
Ratsschreiber der Stadt Mosbach
Rezeption
1963
Goldenes Parteiabzeichen der SPD
1968
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Ehrenvorsitzender des SPD-Kreisverbandes Mosbach
Literatur
Anni Jansen-Turiaux (Red.): Jahrbuch der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 1984-1985, Bonn 1986, S. 367.
Gerhardt Langguth: Fritz Lingenberg 1890-1984, in: 100 Jahre Sozialdemokratie in Mosbach. Freiheit - Gerechtigkeit - Solidarität, Buchen 2001, S. 20.
Weik 2003, S. 92.
Karl Heinz Neser: Politisches Leben im Neckar-Odenwald-Kreis. Gestern und heute, Heidelberg 2005, S. 66, 83-84.