Fritz Lingenberg

Parlament

1952
Landtag Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 24 Mosbach)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 26.08.1890, Bielefeld
Ehe Emma Lingenberg
Beruf Buchbinder, Ratschreiber
Kinder 3
Konfession Evangelisch
Verstorben 21.08.1984, Mosbach

Verfolgung

1933
Lingenberg wird 1933 verhaftet und vorübergehende in »Schutzhaft« genommen. Seine Wohnung wird von den NS-Behörden durchsucht.

Biografie

Sohn eines Rechnungsführers der Bodelschwingh'schen Anstalten in Bethel

Volksschule

Lehre als Buchbinder

1909
Eintritt in die SPD und in die Gewerkschaft Deutscher Buchbinderverband

Wanderschaft als Buchbindergeselle in Essen, Stuttgart, München, Schleitz (Vogtland)

Fortbildung durch gewerkschaftliche Abendkurse

1915
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, verwundet an der Somme

1918
Kriegsdienstverpflichtet bei der Firma Gmeinder und Co. in Mosbach, dort Betriebsratsvorsitzender und ehrenamtlicher Ortskartellvorsitzender des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV)

1919
SPD-Kreisvorsitzender in Mosbach

Mitglied der Konsumgenossenschaft

Mitglied der Arbeiterwohlfahrt

ab 1923
Gemeinderat in Mosbach

Tätigkeit als Bürovorsteher und Angestellter

1943
Tätigkeit als selbstständiger Versicherungsvertreter

1945
Kreisrat im Kreis Mosbach

1945
Ratsschreiber der Stadt Mosbach

Rezeption

1963
Goldenes Parteiabzeichen der SPD

1968
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Ehrenvorsitzender des SPD-Kreisverbandes Mosbach

Literatur

Anni Jansen-Turiaux (Red.): Jahrbuch der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 1984-1985, Bonn 1986, S. 367.

Gerhardt Langguth: Fritz Lingenberg 1890-1984, in: 100 Jahre Sozialdemokratie in Mosbach. Freiheit - Gerechtigkeit - Solidarität, Buchen 2001, S. 20.

Weik 2003, S. 92.

Karl Heinz Neser: Politisches Leben im Neckar-Odenwald-Kreis. Gestern und heute, Heidelberg 2005, S. 66, 83-84.