Fritz (Wilhelm) Helmstädter

Parlament

1947
Landtag Württemberg-Baden (SPD, Landesliste, ab 1950 Wahlkreis 1 Stuttgart)

1952
Verfassungsgebende Landesversammlung Baden-Württemberg (SPD, Wahlkreis Stuttgart II)

1953
Landtag Baden-Württemberg (SPD, Wahlkreis Stuttgart II)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 01.12.1904, Edingen (Edingen-Neckarhausen)
Ehe Maria Elisabeth geb. Störr
Beruf Gewerkschaftsfunktionär, Steuerberater
Kinder Mindestens 1
Konfession Konfessionslos
Verstorben 14.03.1971, Stuttgart

Verfolgung

Mai 1933
Helmstädter ist Gausekretär des Zentralverbandes der Angestellten in Stuttgart. Im Mai 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften fristlos entlassen.

1941
Helmstädter leistet von 1941 bis 1945 Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg. 1943 wird ein Verfahren wegen »Zersetzung der Wehrkraft« gegen ihn eingeleitet. Die genauen Umstände des Verfahrens sind nicht bekannt.

Biografie

Sohn des ebenfalls verfolgten badischen Landtagsabgeordneten Julius Helmstädter

Volksschule

1919
Lehre als Ratsschreiber in Edingen

1922
Sekretär des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA) in Mannheim

1925
Geschäftsführer des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA) in Pforzheim

1928
Gausekretär des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA) in Stuttgart

1933
Arbeitslos

1937
Steuerberater in Stuttgart

1941
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg

nach 1945
Steuerberater und Geschäftsführer einer GmbH in Stuttgart

1945
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stuttgart-Wangen

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Konsumgenossenschaft Stuttgart

1946
Stellvertreter des württembergischen Innenministers im Ministerrat

1946
Mitglied des Zentralvorstandes der SPD

Mitglied des Bundesvorstandes des Vereins Naturfreunde

1950
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im württemberg-badischen Landtag

Rezeption

1965
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

Erwin Hasselmann: Und trug hundertfältige Frucht. Ein Jahrhundert konsumgenossenschaftlicher Selbsthilfe in Stuttgart, Stuttgart 1964, S. 159.

Hermann Vietzen, Kurt Leipner (Hrsg.): Chronik der Stadt Stuttgart. 1945-1948, Stuttgart 1972, S. 121, 219.

Kühnel 2002, S. 41, 45, 87, 107, 115, 121.

Weik, 2003, S. 64.