Fritz (Wilhelm) Helmstädter

Verfolgung
Mai 1933
Helmstädter ist Gausekretär des Zentralverbandes der Angestellten in Stuttgart. Im Mai 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften fristlos entlassen.
1941
Helmstädter leistet von 1941 bis 1945 Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg. 1943 wird ein Verfahren wegen »Zersetzung der Wehrkraft« gegen ihn eingeleitet. Die genauen Umstände des Verfahrens sind nicht bekannt.
Biografie
Sohn des ebenfalls verfolgten badischen Landtagsabgeordneten Julius Helmstädter
Volksschule
1919
Lehre als Ratsschreiber in Edingen
1922
Sekretär des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA) in Mannheim
1925
Geschäftsführer des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA) in Pforzheim
1928
Gausekretär des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA) in Stuttgart
1933
Arbeitslos
1937
Steuerberater in Stuttgart
1941
Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg
nach 1945
Steuerberater und Geschäftsführer einer GmbH in Stuttgart
1945
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stuttgart-Wangen
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Konsumgenossenschaft Stuttgart
1946
Stellvertreter des württembergischen Innenministers im Ministerrat
1946
Mitglied des Zentralvorstandes der SPD
Mitglied des Bundesvorstandes des Vereins Naturfreunde
1950
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im württemberg-badischen Landtag
Rezeption
1965
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Erwin Hasselmann: Und trug hundertfältige Frucht. Ein Jahrhundert konsumgenossenschaftlicher Selbsthilfe in Stuttgart, Stuttgart 1964, S. 159.
Hermann Vietzen, Kurt Leipner (Hrsg.): Chronik der Stadt Stuttgart. 1945-1948, Stuttgart 1972, S. 121, 219.
Kühnel 2002, S. 41, 45, 87, 107, 115, 121.
Weik, 2003, S. 64.