Georg Fischer

Verfolgung
13.03.1933
Fischer wird am 13. März 1933 von sechs SA-Männern in »Schutzhaft« genommen. Sie bringen ihn zunächst in die Mannheimer NSDAP-Zentrale, dann in das Mannheimer Polizeipräsidium. Am Morgen des 14. März 1933 wird Fischer in das Mannheimer Gefängnis überstellt. Dort wird er am 3. Mai 1933 aus der Haft entlassen.
März 1933
Fischer ist Schlosser bei der Daimler-Benz AG in Mannheim. Im März 1933 - während er inhaftiert ist - wird er aus politischen Gründen entlassen. Fischer bleibt bis zum Juli 1935 arbeitslos.
23.08.1944
Fischer wird am 23. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und im Gerichtsgefängnis Mannheim inhaftiert. Am 26. August 1944 wird er in das Konzentrationslager Dachau überstellt. Dort wird er am 11. September 1944 aus der Haft entlassen.
Biografie
1888
Sohn einer Dienstmagd
1894
Volksschule in Eisenberg
1901
Lehre als Schlosser bei der Gießerei Gienanth in Eisenberg
1904
Wanderschaft als Schlossergeselle
ab 1906
Mitglied der Gewerkschaften
1908
Eintritt in die SPD
1909
Schlosser bei der Benz bzw. Daimler-Benz AG in Mannheim
1920
Mitglied der Mannheimer Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter-Verbands (DMV)
1928
Stadtverordneter in Mannheim
Arbeiterratsvorsitzender der Daimler-Benz AG in Mannheim
1933
Stadtrat in Mannheim
Juli 1933
Arbeitslos
Juli 1935
Schlosser bei der Firma Brown, Boveri & Cie. in Mannheim
1945
Angestellter der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Mannheim
1953
Ruhestand
1953
Stadtrat in Mannheim
Literatur
Fritz Salm: Im Schatten des Henkers. Vom Arbeiterwiderstand in Mannheim gegen faschistische Diktatur und Krieg, Frankfurt am Main 1973, S. 114.
Brach 1984, S. 42.
Weik 2003, S. 44.