Georg Fischer

Parlament

1946
Verfassunggebende Landesversammlung Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 3 Mannheim)

1946
Landtag Württemberg-Baden (SPD, Wahlkreis 3 Mannheim)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Geburt 24.05.1888, Eisenberg (Pfalz)
Ehe Mina geb. Dreyfuß (1913)
Beruf Schlosser
Kinder 2
Konfession Freireligiös
Verstorben 07.08.1963, Heidelberg

Verfolgung

13.03.1933
Fischer wird am 13. März 1933 von sechs SA-Männern in »Schutzhaft« genommen. Sie bringen ihn zunächst in die Mannheimer NSDAP-Zentrale, dann in das Mannheimer Polizeipräsidium. Am Morgen des 14. März 1933 wird Fischer in das Mannheimer Gefängnis überstellt. Dort wird er am 3. Mai 1933 aus der Haft entlassen.

März 1933
Fischer ist Schlosser bei der Daimler-Benz AG in Mannheim. Im März 1933 - während er inhaftiert ist - wird er aus politischen Gründen entlassen. Fischer bleibt bis zum Juli 1935 arbeitslos.

23.08.1944
Fischer wird am 23. August 1944 im Rahmen der »Aktion Gewitter« verhaftet und im Gerichtsgefängnis Mannheim inhaftiert. Am 26. August 1944 wird er in das Konzentrationslager Dachau überstellt. Dort wird er am 11. September 1944 aus der Haft entlassen.

Biografie

1888
Sohn einer Dienstmagd

1894
Volksschule in Eisenberg

1901
Lehre als Schlosser bei der Gießerei Gienanth in Eisenberg

1904
Wanderschaft als Schlossergeselle

ab 1906
Mitglied der Gewerkschaften

1908
Eintritt in die SPD

1909
Schlosser bei der Benz bzw. Daimler-Benz AG in Mannheim

1920
Mitglied der Mannheimer Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter-Verbands (DMV)

1928
Stadtverordneter in Mannheim

Arbeiterratsvorsitzender der Daimler-Benz AG in Mannheim

1933
Stadtrat in Mannheim

Juli 1933
Arbeitslos

Juli 1935
Schlosser bei der Firma Brown, Boveri & Cie. in Mannheim

1945
Angestellter der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Mannheim

1953
Ruhestand

1953
Stadtrat in Mannheim

Literatur

Fritz Salm: Im Schatten des Henkers. Vom Arbeiterwiderstand in Mannheim gegen faschistische Diktatur und Krieg, Frankfurt am Main 1973, S. 114.

Brach 1984, S. 42.

Weik 2003, S. 44.