Georg (Jakob) Menges

Verfolgung
13.03.1933
Menges wird am 13. März 1933 verhaftet und im Festungsgefängnis Rastatt in »Schutzhaft« genommen. Am 28. März 1933 wird gegen ihn eine gerichtliche Voruntersuchung wegen des Vergehens der Steuerhinterziehung eingeleitet, woraufhin die »Schutzhaft« am 26. April 1933 in Untersuchungshaft umgewandelt wird. Am 4. Mai 1933 wird Menges aus der Haft entlassen. Die Untersuchung gegen ihn wird am 19. Juli 1933 ohne Ergebnis geschlossen.
27.04.1933
Menges ist Bürgermeister von Gernsbach. Am 27. April 1933 wird er aus politischen Gründen vorläufig in den Ruhestand versetzt. Am 26. September 1933 erfolgt seine endgültige Versetzung in den Ruhestand auf der Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.
17.08.1933
Menges wird am 17. August 1933 verhaftet und in Karlsruhe in Untersuchungshaft genommen. Hintergrund ist ein von den NS-Behörden eingeleitetes Verfahren wegen Untreue und Betrug als Bürgermeister von Gernsbach. Am 20. August 1933 wird Menges aus der Haft entlassen. Am 31. Juli 1934 wird er vom Landgericht Karlsruhe vom Vorwurf der Untreue und des Betrugs freigesprochen.
Biografie
Volksschule
Oberrealschule
Studium an der Universität Heidelberg und an der Handelshochschule in Mannheim
Erste juristische Staatsprüfung
Zweite juristische Staatsprüfung
Kurze Zeit im badischen Staatsdienst
1919
Bürgermeister von Gernsbach
nach 1933
Betrieb eines Büros für Gemeindeberatung in Freiburg im Breisgau
ab 1946
Stadtrat in Freiburg im Breisgau
ab 1946
Mitbegründer und Vorsitzender des Verbands der Gemeinden Badens
Mitglied im Verbandsausschuss des Badischen Sparkassen- und Giroverbands
Mitglied im Verwaltungsrat der Badischen Girozentrale
Rezeption
1952
Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur
Ein Mann der ersten Stunde. Bürgermeister und Stadtrat i. R. Georg Menges gestorben, in: Badische Zeitung, Nr. 286, 11.12.1973.
Feuchte 1999, S. 63-64.
Weik 20037, S. 100.