Gustav Adolf Kieslich

Verfolgung
Mai 1933
Kieslich ist Gewerkschaftssekretär des Textilarbeiterverbandes in Lörrach. Im Mai 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen. In diesem Zusammenhang wird Kieslich zudem von der Gestapo verhaftet und einige Tage im Gefängnis Lörrach in »Schutzhaft« genommen.
Biografie
Sohn eines Webers
Volksschule in Slamen
Lehre als Weber, anschließend Wanderschaft als Geselle
1894
Eintritt in die Gewerkschaft
1897
Wehrdienst beim Infaterie-Regiment Nr. 46 in Posen
bis 1906
Tätigkeit als Textilarbeiter, zugleich Vorstandsmitglied und nebenamtlicher Agitationsleiter des Textilarbeiterverbands in Spremberg
Oktober 1906
Angestellter Geschäftsführer des Textilarbeiterverbands in Lörrach
1907
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag
1909
Mitglied des Bürgerausschusses in Lörrach
1912
Stadtverordneter in Lörrach
November 1918
Vorsitzender des Volksrats in Lörrach
1919
Mitglied des Reichskuratoriums für Textilforschung
1919
Bezirkshauptmann der Grenzwehr West
1920
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag
Vorsitzender der Ortskrankenkasse Lörrach
Literatur
Peter Brandt, Reinhard Rürup: Volksbewegung und demokratische Neuordnung in Baden 1918/19. Zur Vorgeschichte und Geschichte der Revolution, Sigmaringen 1991, S. 162.
Schumacher 1995, S. 80.
Michael Ruck: Korpsgeist und Staatsbewußtsein. Beamte im deutschen Südwesten 1928–1972, München 1996, S. 61.
Weik 2003, S. 297.
Schröder 1995, S. 546.