Gustav Adolf Kieslich

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 2 Freiburg)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 01.02.1875, Slamen (Spremberg)
Ehe Anna Martha Hedwig geb. Schulz (1907)
Beruf Weber, Gewerkschaftsfunktionär
Kinder 1
Konfession Konfessionslos
Verstorben 05.03.1935, Lörrach

Verfolgung

Mai 1933
Kieslich ist Gewerkschaftssekretär des Textilarbeiterverbandes in Lörrach. Im Mai 1933 wird er im Zuge der Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die NS-Behörden entlassen. In diesem Zusammenhang wird Kieslich zudem von der Gestapo verhaftet und einige Tage im Gefängnis Lörrach in »Schutzhaft« genommen.

Biografie

Sohn eines Webers

Volksschule in Slamen

Lehre als Weber, anschließend Wanderschaft als Geselle

1894
Eintritt in die Gewerkschaft

1897
Wehrdienst beim Infaterie-Regiment Nr. 46 in Posen

bis 1906
Tätigkeit als Textilarbeiter, zugleich Vorstandsmitglied und nebenamtlicher Agitationsleiter des Textilarbeiterverbands in Spremberg

Oktober 1906
Angestellter Geschäftsführer des Textilarbeiterverbands in Lörrach

1907
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag

1909
Mitglied des Bürgerausschusses in Lörrach

1912
Stadtverordneter in Lörrach

November 1918
Vorsitzender des Volksrats in Lörrach

1919
Mitglied des Reichskuratoriums für Textilforschung

1919
Bezirkshauptmann der Grenzwehr West

1920
Erfolglose Kandidatur für den Reichstag

Vorsitzender der Ortskrankenkasse Lörrach

Literatur

Peter Brandt, Reinhard Rürup: Volksbewegung und demokratische Neuordnung in Baden 1918/19. Zur Vorgeschichte und Geschichte der Revolution, Sigmaringen 1991, S. 162.

Schumacher 1995, S. 80.

Michael Ruck: Korpsgeist und Staatsbewußtsein. Beamte im deutschen Südwesten 1928–1972, München 1996, S. 61.

Weik 2003, S. 297.

Schröder 1995, S. 546.