Gustav (Albert Max) Richter

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Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 2 Freiburg)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 25.05.1868, Zerbst
Erste Ehe
Elise geb. Gerber (1892)
Zweite Ehe
Marie Henriette geb. Wickert (1902)
Beruf Lithograf, Beamter
Kinder 2
Konfession Evangelisch
Verstorben 26.03.1941, Lahr (Schwarzwald)

Verfolgung

März 1933
Im März 1933 durchsuchen die NS-Behörden Richters Wohnung und beschlagnahmen einen Teil seiner umfangreichen Bibliothek.

Mai 1933
Richter wird im Mai 1933 verhaftet und für drei Wochen im Gefängnis in Lahr in »Schutzhaft« genommen.

Biografie

Sohn eines Riemermeisters

1874
Bürgerschule in Zerbst

1886
Lehre als Lithograf in Dessau

1889
Kunst- und Gewerbeschule in Karlsruhe

Wanderschaft als Litograf, unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz

1896
Vater des kolumbianischen Künstlers Leopoldo Richter (1896-1984)

1899
Übersiedelung nach Lahr

1906
Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Lahr

1907
Mitglied des Bürgerausschusses in Lahr

1908
Nebenamtlicher Vorsitzender im Hauptvorstand des Deutschen Arbeiter-Stenographen-Bunds

1910
Stadtrat in Lahr

1910
Vorsitzender der SPD in Lahr

Lithografengehilfe sowie nebenamtlicher Gauleiter des Lithographen- und Steindruckverbands

1912
Selbstständiger Lithograf in Lahr

1915
Leiter des städtischen Arbeitsamtes in Lahr, zunächst ehrenamtlich, ab 1919 als Beamter

Herausgeber des »Arbeiter-Stenograph« (Publikation des Deutschen Arbeiter-Stenografen-Bunds)

November 1918
Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in Lahr

Verfasser von Lehrbüchern der deutschen Volkskurzschrift

Literatur

Walter Caroli, Robert Stimpel: Geschichte der Lahrer SPD. Ein Beitrag zur politischen Entwicklung in der Stadt Lahr, Lahr 1979, S. 98-100, 170.

Schröder 1995, S. 675-676

Schumacher 1995, S. 128

Weik 2003, S. 300.