Gustav (Albert Max) Richter
Verfolgung
März 1933
Im März 1933 durchsuchen die NS-Behörden Richters Wohnung und beschlagnahmen einen Teil seiner umfangreichen Bibliothek.
Mai 1933
Richter wird im Mai 1933 verhaftet und für drei Wochen im Gefängnis in Lahr in »Schutzhaft« genommen.
Biografie
Sohn eines Riemermeisters
1874
Bürgerschule in Zerbst
1886
Lehre als Lithograf in Dessau
1889
Kunst- und Gewerbeschule in Karlsruhe
Wanderschaft als Litograf, unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz
1896
Vater des kolumbianischen Künstlers Leopoldo Richter (1896-1984)
1899
Übersiedelung nach Lahr
1906
Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Lahr
1907
Mitglied des Bürgerausschusses in Lahr
1908
Nebenamtlicher Vorsitzender im Hauptvorstand des Deutschen Arbeiter-Stenographen-Bunds
1910
Stadtrat in Lahr
1910
Vorsitzender der SPD in Lahr
Lithografengehilfe sowie nebenamtlicher Gauleiter des Lithographen- und Steindruckverbands
1912
Selbstständiger Lithograf in Lahr
1915
Leiter des städtischen Arbeitsamtes in Lahr, zunächst ehrenamtlich, ab 1919 als Beamter
Herausgeber des »Arbeiter-Stenograph« (Publikation des Deutschen Arbeiter-Stenografen-Bunds)
November 1918
Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in Lahr
Verfasser von Lehrbüchern der deutschen Volkskurzschrift
Literatur
Walter Caroli, Robert Stimpel: Geschichte der Lahrer SPD. Ein Beitrag zur politischen Entwicklung in der Stadt Lahr, Lahr 1979, S. 98-100, 170.
Schröder 1995, S. 675-676
Schumacher 1995, S. 128
Weik 2003, S. 300.