Heinrich Kurz

Parlament

1919
Verfassunggebende Landesversammlung der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 3 Karlsruhe)

1921
Landtag der Republik Baden (SPD, Wahlkreis 5 Karlsruhe, ab 1929 Wahlkreis 14 Ettlingen-Karlsruhe-Land)

Partei vor 1933 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

nach 1945 -
Geburt 22.09.1867, Grötzingen (Karlsruhe)
Ehe Emilie Brunner (1917)
Beruf Metallschleifer, Gastwirt
Kinder Unbekannt
Konfession Evangelisch
Verstorben 26.10.1934, Grötzingen (Karlsruhe)

Verfolgung

17.03.1933
Kurz wird am 17. März 1933 verhaftet und in Karlsruhe mehrere Wochen in »Schutzhaft« genommen.

01.04.1933
Kurz und seine Ehefrau Emilie betreiben in ihrem Wohnhaus einen Gemischtwarenhandel. Dieser wird am 1. April 1933 durch die NS-Behörden geschlossen und untersagt.

Biografie

Sohn eines Landwirts

1874
Volksschule in Grötzingen

Lehre als Metallschleifer

1884
Metallschleifer bei der Nähmaschinenfabrik Gritzner in Durlach, nach der Teilnahme an einem wochenlangen Streik 1904 entlassen

1888
Militärdienst

Vorsitzender des Grötzinger Metallarbeitervereins

Vorsitzender des Grötzinger Gesangvereins Liederkranz

1893
Mitbegründer und Vorstand des SPD-Ortsvereins Grötzingen

1893
Mitglied des Bürgerausschusses in Grötzingen

1904
Betreiber der Gastwirtschaft Zum Löwen in Grötzingen

1907
Mitglied des Gemeinderats in Grötzingen

1909
Mitglied der badischen Ständeversammlung

ab 1916
Tätigkeit als Landwirt sowie Betrieb eines kleinen Gemischtwarenhandels im eigenen Wohnhaus

1930
Für einige Wochen kommissarischer Bürgermeisters in Grötzingen

1931
Stellvertretender Bürgermeister in Grötzingen

Rezeption

1945
Namenspatron der Heinrich-Kurz-Straße in Grötzingen

Literatur

Rapp 1929, S. 27.

Josef Werner: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich, Karlsruhe 1988, S. 40.

Susanne Asche: Eintausend Jahre Grötzingen. Die Geschichte eines Dorfes, Karlsruhe 1991, S. 176-177.

Blanka Tomanek-Hannemann, Rita Butendeich: 100 Jahre Sozialdemokraten in Grötzingen 1893-1993. Geschichte des SPD-Ortsvereins Grötzingen von den Anfängen bis zur Gegenwart, Karlsruhe 1993, S. 97.

Schröder 1995, S. 574.

Koch 2001, S. 96-97.

Weik 2003, S. 298.