Heinrich Kurz

Verfolgung
17.03.1933
Kurz wird am 17. März 1933 verhaftet und in Karlsruhe mehrere Wochen in »Schutzhaft« genommen.
01.04.1933
Kurz und seine Ehefrau Emilie betreiben in ihrem Wohnhaus einen Gemischtwarenhandel. Dieser wird am 1. April 1933 durch die NS-Behörden geschlossen und untersagt.
Biografie
Sohn eines Landwirts
1874
Volksschule in Grötzingen
Lehre als Metallschleifer
1884
Metallschleifer bei der Nähmaschinenfabrik Gritzner in Durlach, nach der Teilnahme an einem wochenlangen Streik 1904 entlassen
1888
Militärdienst
Vorsitzender des Grötzinger Metallarbeitervereins
Vorsitzender des Grötzinger Gesangvereins Liederkranz
1893
Mitbegründer und Vorstand des SPD-Ortsvereins Grötzingen
1893
Mitglied des Bürgerausschusses in Grötzingen
1904
Betreiber der Gastwirtschaft Zum Löwen in Grötzingen
1907
Mitglied des Gemeinderats in Grötzingen
1909
Mitglied der badischen Ständeversammlung
ab 1916
Tätigkeit als Landwirt sowie Betrieb eines kleinen Gemischtwarenhandels im eigenen Wohnhaus
1930
Für einige Wochen kommissarischer Bürgermeisters in Grötzingen
1931
Stellvertretender Bürgermeister in Grötzingen
Rezeption
1945
Namenspatron der Heinrich-Kurz-Straße in Grötzingen
Literatur
Rapp 1929, S. 27.
Josef Werner: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich, Karlsruhe 1988, S. 40.
Susanne Asche: Eintausend Jahre Grötzingen. Die Geschichte eines Dorfes, Karlsruhe 1991, S. 176-177.
Blanka Tomanek-Hannemann, Rita Butendeich: 100 Jahre Sozialdemokraten in Grötzingen 1893-1993. Geschichte des SPD-Ortsvereins Grötzingen von den Anfängen bis zur Gegenwart, Karlsruhe 1993, S. 97.
Schröder 1995, S. 574.
Koch 2001, S. 96-97.
Weik 2003, S. 298.